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Ostern 2016 soll die Kogge übers Haff schippern

Sven Langemann und sein Sohn Simon sowie Schwiegermutter Hella Pinske gehörten zu den vielen Besuchern, die die Kogge sehen wollten.
Sven Langemann und sein Sohn Simon sowie Schwiegermutter Hella Pinske gehörten zu den vielen Besuchern, die die Kogge sehen wollten.
Thomas Krause

Der Bau der Pommernkogge ist in der Region in aller Munde. Am Ostersonntag durften Neugierige sich das Schiff im alten Fischereihafen in Ueckermünde ganz genau anschauen. Und ganz viele Menschen nutzten diese Chance.

Ostern 2016 soll die historische Hansekogge das erste Mal offiziell übers Haff schippern. Diesen Termin nannte Wolfgang Schubert, Chef des Torgelower Ukranenlandvereins, am Rande des Open Ship am Ostersonntag, bei dem sich Besucher die Kogge, die derzeit im ehemaligen Fischereihafen liegt und dort aufgebaut wird, einmal von innen anschauen durften.

Zu den mehr als 200 Kogge-Interessierten gehörte auch Sven Langemann, der über das Osterwochenende mit seiner Familie aus dem niedersächsischen Lengede zu Besuch war: "Es ist schon beeindruckend, wie viel Holz auf dem Schiff verarbeitet worden ist. Wie viele Nägel und Schrauben dafür verwendet wurden", zeigte er sich schwer beeindruckt.

Auch Christian Peters schaute sich mit seiner Familie die künftige Attraktion auf dem Haff genau an. Der Ueckermünder war überrascht, wie groß der Innenraum des Schiffes ist. "Von außen sieht die Kogge doch eher klein aus, aber im Innern ist unheimlich viel Platz. Das glaubt man gar nicht." Eine Tour auf der Kogge - das werde er später bestimmt mal machen.

Wolfgang Schubert und die anderen Mitstreiter vom Ukranenland beobachteten das Gewusel im Koggen-Bauch mit Wohlwollen. Das originalgetreu nachgebaute mittelalterliche Handelsschiff zieht die Menschen offensichtlich in den Bann. "Schön, dass sich so viele Menschen für das Schiff interessieren", meinte Schubert. "Nach technischen Details ist ganz oft gefragt worden, zum Beispiel was für ein Motor eingebaut worden ist", erzählte Mario Sudrow, der einer der ehrenamtlichen Koggenbauer ist und am Ostersonntag gern "Dienst" schob. Aber auch Fragen zur Finanzierung mussten die Ukranen-Mitarbeiter beantworten. Schubert erzählte, dass es natürlich Fördergelder und Unterstützung der Städte Torgelow und Ueckermünde gebe – und viele Dinge würden durch ehrenamtliche Arbeit kompensiert.

Im Juli dieses Jahres kommt die Pommernkogge in den Ueckermünder Stadthafen und soll erst einmal in Höhe der Touristeninformation festmachen. Dort wird das Achterdeck ausgebaut und die Elektrik installiert.

Ostern 2016 sollen dann die ersten Gäste mit dem mittelalterlichen Handelsschiff über das Wasser gleiten können. "Das wäre ein schöner Termin für die erste Fahrt", meinte Schubert.