Die Polizei hat den Vorfall bestätigt. chalabala.cz - stock.adobe.com
Kind gelockt

Paar lockt Jungen (6) mit Welpen und Süßigkeiten

Direkt vor dem Haus der Großeltern wollten ein Mann und eine Frau den Jungen dazu bringen, mit ihnen zu gehen.
Mönkebude

Nicht ganz das ideale Sommerwetter, aber doch angenehm. So ein Sonntag eben, an dem ein Abstecher nach Mönkebude, dem hübschen Fischerdorf am Haff, so richtig gut passt. Dachte sich auch ein junger Mann aus Eggesin, der mit seinem sechsjährigen Sohn die Großeltern in der Haffgemeinde besucht hat. Der Junge war mit seinem Fahrrad vor dem Grundstück auf und ab gefahren, sagt der Vater. Ganz normal eben – so wie es Kinder in dem Alter tun.

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Mann und Frau kamen dem Jungen nicht geheuer vor

Was soll auch in diesem beliebten Urlauberort schon passieren? Überall gut gelaunte Menschen, die ihre Ferien genießen. Da denkt wohl niemand an etwas Böses. Auch der Vater des Jungen nicht – bis zu dem Moment, als der Kleine zu ihm kam und von zwei Fremden berichtete. Es waren ein Mann und eine Frau, erzählte der Kleine. Die hatten ihn auf dem Gehweg vor dem Grundstück der Großeltern angesprochen.

Ganz nett offenbar, aber die beiden kamen ihm dennoch nicht ganz geheuer vor. Sie hatten dem Jungen versprochen, dass er sich Hundewelpen ansehen könne. Und außerdem seien in dem Auto der beiden ganz viele Süßigkeiten.

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Der Junge hatte gut zugehört und dann daran gedacht, was ihm seine Eltern immer sagen: wenn er von Fremden angesprochen wird, dann soll er schnell weglaufen und am besten ganz laut schreien. „Das haben wir schon gemacht, als er noch ganz klein war”, sagt der Vater, der sehr froh darüber war, dass die Warnungen bei dem Jungen offensichtlich angekommen waren.

Der Eggesiner hat sich dann, nachdem der Junge ihm die Sache erzählt hatte, sofort auf die Suche nach den zwei Unbekannten gemacht. „Aber zu spät – die waren spurlos verschwunden”, sagt er. Dann hat er die Polizei angerufen, die Beamten kamen und machten sich auf die Suche nach dem Pärchen. Leider ebenfalls ohne Erfolg. Allerdings haben die Ordnungshüter dank der Hilfe des Sechsjährigen von beiden recht brauchbare Personenbeschreibungen anfertigen können.

Eltern sollten Söhne und Töchter warnen

„Es hat so einen Vorfall in Mönkebude gegeben”, bestätigt ein Polizeisprecher. Obwohl es kein strafrechtlich relevanter Vorgang gewesen sei, nehme die Polizei die Angelegenheit sehr ernst. Die vorliegenden Informationen sind, weil es sich um ein sehr sensibles Thema handelt, an die Kollegen von der Kriminalpolizei weitergeleitet worden.

Auch die Polizisten, die Streife in der Region fahren, haben entsprechende Hinweise bekommen und werden verstärkt Ausschau halten. Es sei in der Region kein alltäglicher Vorgang, dass fremde Kinder angesprochen werden. Dennoch sollten Eltern mit ihren Töchtern und Söhnen über das Thema sprechen, um sie für mögliche Gefahren zu sensibilisieren.

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