ABENTEUER

Paar startet von Ueckermünde aus mit dem Segelschiff in die Karibik

Von der Lagunenstadt aus brachen zwei Segler aus Sachsen am Dienstag zur großen Fahrt über den Atlantik auf. Die größte Herausforderung sehen die beiden 40-Jährigen in der Rückfahrt.
Simone Weirauch Simone Weirauch
Martin Küttner und Claudia Windisch legen ab zur großen Reise über den Atlantik. Ihr Schiff ist eine Dufour 4800.
Martin Küttner und Claudia Windisch legen ab zur großen Reise über den Atlantik. Ihr Schiff ist eine Dufour 4800. Simone Weirauch
Ueckermünde.

Dreizehn Monate nur Wind und Wellen – Martin Küttner und Claudia Windisch haben mit ihrem Segelschiff „Serene“ am Dienstag den sicheren Heimathafen in der Lagunenstadt Ueckermünde verlassen. Diesmal ist es mehr als nur ein Segelturn. Mit der „Serene“ wollen die beiden Sachsen den Atlantik queren und Amerika erreichen. „Wir nehmen die klassische Kolumbus-Route, mit dem Nordostpassat von Europa in die Karibik“, beschreibt Martin Küttner den Fahrplan.

Die größere Herausforderung wird jedoch die Rückreise sein, erklärt er – wegen der typischen Wetterlagen und Windverhältnisse über dem Atlantischen Ozean. Das Seglerpaar hat sich aber auch darauf eingestellt, dass der Bord-Alltag auf dem gerade mal 10,60 Meter langen und 3,40 Meter breiten Schiff ein Abenteuer wird. Die 40-Jährigen haben sich vor einem Jahr beim Segeln auf der Ägäis kennengelernt. Martin Küttner plante die Reise über den Atlantik gedanklich schon seit einigen Jahren. Claudia war sehr interessiert. Als beide wegen eines Fluglotsenstreiks nicht aus Griechenland heimfliegen konnten, probten sie schon mal eine Woche gemeinsames Segeln. Es hat gepasst.

Martin Küttner, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter im IKTS Fraunhoferinstitut Dresden arbeitet, hat sich ein Jahr Auszeit genommen, Claudia Windisch hat ihren Job gekündigt. Nun segeln sie gemeinsam 12 000 Seemeilen und legen, wenn alles gut geht, im September 2020 wieder in der Lagunenstadt an.

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