Neue Technik
Parken per Handy bald auch am Haff?

Mit der Handy-App Easypark kann man kostenpflichtige Parkplätze buchen und bezahlen. Bald auch in der Ueckermünder Altstadt.
Mit der Handy-App Easypark kann man kostenpflichtige Parkplätze buchen und bezahlen. Bald auch in der Ueckermünder Altstadt.
Julian Stratenschulte

Schon in diesem Sommer könnte das Parkticket in der Ueckermünder Altstadt mit dem Handy gebucht und bezahlt werden. Für die Autofahrer wäre das wohl bequemer und einfacher – aber auch teurer als beim üblichen Parkautomaten.

Der Gang zum Parkautomaten könnte für die Autofahrer in Ueckermünde bald entfallen – zumindest für diejenigen, die im Altstadtring parken wollen. Die Stadt Ueckermünde hat während ihrer Bauausschuss-Sitzung jetzt das Handy-Parken in der Altstadt ins Spiel gebracht. Folgende Idee steckt dahinter: Autofahrer, die in der Altstadt parken wollen, sollen das Parkticket bald auch mit einer kostenlosen Handy-App lösen können. Die klassische Bezahlung über einen Parkautomaten soll den Autofahrern dabei weiterhin zur Verfügung stehen. „Wir wollen den Autofahrern das Parken erleichtern. Autofahrer wären mit diesem Angebot flexibler“, sagt André Krenzichhorst vom Ordnungsamt der Stadt Ueckermünde.

Easypark heißt die Handy-Anwendung und das Unternehmen, mit der die Stadt aktuell Gespräche führt. Für das Seebad würde das Angebot vor allem wegen der Touristen Sinn ergeben. In Großstädten wie zum Beispiel Berlin ist das Lösen des Parktickets mit einer Handy-App längst etabliert. Und selbst im ehemaligen Uecker-Randow-Kreis gibt es eine Stadt, die Easypark bereits nutzt: Seit dem Januar können Autofahrer in vier verschiedenen Bereichen Pasewalks das Parken mit dem Handy bezahlen. „Wir wollen Pasewalk in Nichts nachstehen“, sagt André Krenzichhorst. Zunächst soll das Handy-Parken in Ueckermünde lediglich für den Altstadtring möglich gemacht werden. „Wir würden es dort gerne schon zum Saisonbeginn einführen. Wir spielen auch mit dem Gedanken, das Bezahlen mit dem Handy im Strandbereich einzuführen, aber das ist noch Zukunftsmusik“, betont Krenzichhorst.

Verlängerunmg bequem möglich

Autofahrer, die über die Handy-App das Parkticket bezahlen wollen, müssen allerdings mehr Geld blechen als die klassischen Münzenzahler. Denn irgendwie muss sich das Unternehmen Easypark aus Hannover ja auch finanzieren. Pro Parkvorgang würde Easypark 15 Prozent der Parkgebühr bekommen, mindestens jedoch 20 Cent, kündigt Krenzichhorst an. Für das Parken im Ueckermünder Altstadtring würde dies bedeuten, dass der Handy-Parker beispielsweise für die erste angefangene halbe Stunde 70 statt 50 Cent zahlen muss. Bei den Bezahlverfahren können die Nutzer zwischen Telefonrechnung, Kreditkarte, Lastschrift oder auch dem Paypal-Konto wählen. Ob jemand auch wirklich ein Parkticket mit dem Handy gezogen hat, kann digital über das Kfz-Kennzeichen ermittelt werden. Der Vorteil beim Handy-Parken: 15 Minuten vor Ablauf des digitalen Parkscheins meldet sich die App und sendet eine Nachricht via SMS oder E-Mail. „Man kann den Parkvorgang bequem verlängern, ohne zum Auto zurückzukehren. Allerdings darf man die Höchstparkdauer nicht überschreiten“, erklärt André Krenzichhorst.

Kommentare (2)

Ist doch ganz wunderbar die digitale Kontrolle, oder? Haben wir das wirklich so gewollt bzw. wohin führt der weitere Weg? Meine Toilette übermittelt meiner Krankenkasse meine Cholesterinwerte ( Quelle:Film/die Insel)? Klingt vielleicht lustig macht aber Angst.

Nur derjenige, der sich für den "digitalen" Weg entscheidet, wird auch "digital" kontrolliert. Es macht arbeitstechnisch gar keinen Sinn, Kennzeichen durch das "Easypark" System zu jagen, wenn hinter Windschutzscheibe ein "analoger" Parkzettel liegt. Man ist weder dazu verdammt so eine seltsame Toilette(?) zu benutzen noch sich beim "Easypark" System zu registrieren.