ERSTE UECKERMÜNDER BILANZ

Parktickets per Handy bringen 300 Euro ein

Seit Mitte Mai ist es im Ueckermünder Altstadtring möglich, Parktickets über das Handy zu bezahlen. Die Verantwortlichen der Stadt sind froh, die Bezahlmethode eingeführt zu haben.
Holger Schacht Holger Schacht
Der Nutzer dieses Smartphones hat die App von „EasyPark“ bereits installiert. Sie läuft bereits in mehr als 1
Der Nutzer dieses Smartphones hat die App von „EasyPark“ bereits installiert. Sie läuft bereits in mehr als 185 deutschen Städten. Aktuell funktioniert die App in 15 europäischen Ländern. Julian Stratenschulte
Ueckermünde.

Das ist eine interessante Zahl: Laut Marktforschungsinstitut Hopp riskieren 48 Prozent der Autofahrer regelmäßig Bußgelder, weil sie nicht genügend Münzen dabei haben. „Deshalb bin ich sehr froh und finde es gut, dass wir in der Ueckermünder Altstadt beim Parken eine Alternative zum Bargeld anbieten können“, sagt Ueckermündes Ordnungsamtsleiter Sven Behnke. Seit dem 15. Mai können Parktickets im Altstadtring auch mit einer kostenlosen App übers Smartphone bezahlt werden.

Jetzt gibt es eine erste Bilanz. „Bis 31. Oktober hat die Stadt rund 300 Euro Parkgebühren über die App eingenommen. Das sind drei Prozent des Gesamtvolumens.“ Laut Behnke sei beim App-Anbieter „EasyPark“ von einem „sehr guten Wert“ die Rede. Auch in anderen Städten – wie etwa Wolfsburg – liegt der Anteil bei unter fünf Prozent. „In Ueckermünde setzten bisher 66 Nutzer die App ein und tätigten 324 Transaktionen“, sagt Sven Behnke.

20 Cent teurer

Die Bezahlmethode per Handy bietet Vorteile. Wer die App auf sein Android-Gerät oder iPhone installiert hat, kann sie in 1000 europäischen Städten einsetzen. Zudem können Nutzer, die sich den Weg zum Parkautomaten sparen wollen, zwischen Telefonrechnung, Kreditkarte, Lastschrift oder Paypal wählen. 15 Minuten vor Ablauf des digitalen Parkscheins meldet sich die App, sendet eine Nachricht. „Man kann den Parkvorgang bequem verlängern, ohne zum Auto zu müssen“, sagt André Krenzichhorst vom Ueckermünder Ordnungsamt. Die Höchstparkdauer von zwei Stunden darf nicht überschritten werden.

Es gibt allerdings auch einen Haken: Pro Parkvorgang kassiert „EasyPark“ 15 Prozent der Parkgebühr, mindestens jedoch 20 Cent. Handy-Parker zahlen für die erste angefangene halbe Stunde also 70 statt 50 Cent. Wie die App in der Praxis funktioniert, erklärt Andre Krenzichhorst so: „Damit unsere Kontrolleure erkennen, ob über die App gezahlt worden ist, müssen Autofahrer ein Stück Papier hinter die Frontscheibe legen. Auf dem Papier sollte auf die Bezahlmethode hingewiesen werden. Übers Auto-Kennzeichen kann der Politeur dann ermitteln, ob die gezahlte Parkdauer eingehalten worden ist.“

Sei Aschenbrödel! - Dein personalisierbares Märchenbuch zum Film!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Ueckermünde

zur Homepage