KEIN AUFTRAG FÜR LAMPENBAUER

Pasewalker Firma wehrt sich gegen Torgelower Abfuhr

Torgelow will auf einen Schlag neue LED-Laternen in der ganzen Stadt aufstellen lassen. Die Pasewalker Leuchtenbau GmbH hatte sich Hoffnung auf den Großauftrag gemacht, doch einen Korb bekommen – und Rechtsmittel eingelegt.
Jörg Foetzke Jörg Foetzke
Die Pasewalker Leuchtenbau GmbH hat gegen die Vergabe der LED-Umrüstung von Torgelower Straßenlaternen Einspruch eingelegt und Recht bekommen.
Die Pasewalker Leuchtenbau GmbH hat gegen die Vergabe der LED-Umrüstung von Torgelower Straßenlaternen Einspruch eingelegt und Recht bekommen. Fred Lucius
Torgelow.

Es scheint eine endlose Geschichte zu werden – die Umrüstung aller Straßenlaternen auf LED-Technik in Torgelow. Im August vergangenen Jahres stimmte die Stadtvertretung dafür, dass die Arbeiten im Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung durch eine Leipziger Firma ausgeführt werden sollten. Auch die Pasewalker Leuchtenbau GmbH hatte sich daran beteiligt. Deren Angebot fand allerdings nicht das Wohlwollen der Torgelower Entscheider. „In einigen Punkten hatten die Pasewalker nicht die erforderlichen Qualitätsparameter erfüllt“, erklärt die Torgelower Stadtpräsidentin Marlies Peeger (Die Linke).

Das wollten die Verantwortlichen des Pasewalker Unternehmens so nicht auf sich sitzen lassen. Sie gingen in Widerspruch zur Torgelower Ausschreibung vor der Vergabekammer in Schwerin und erhielten nun Recht: Der Stadt Torgelow wurde verboten, das laufende Vergabeverfahren weiter zu betreiben. „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, erklärte der Anwalt des Pasewalker Unternehmens.

Stadtvertreter wollen nicht gegen die Entscheidung vorgehen

Doch offenbar gibt es auch Mitglieder des Torgelower Stadtparlaments, die das bisherige Vergabeverfahren in Sachen LED-Umrüstung kritisch sehen. Sie informierten den Nordkurier über die Stadtvertretersitzung am Mittwoch, bei der das Gremium in nicht öffentlicher Sitzung darüber entscheiden sollte, ob man Beschwerde gegen die Entscheidung der Vergabekammer einlegt. Doch diese Entscheidung hatte die Stadtverwaltung bereits zu Beginn der Woche ohne Parlamentariervotum getroffen – und Beschwerde eingelegt. Die Eile sei wegen der ablaufenden Einspruchsfristen notwendig gewesen, erklärt die Torgelower Bürgermeisterin Kerstin Pukallus.

Ihren Worten nach hätten die Stadtvertreter in ihrer Sitzung am Mittwoch dann aber entschieden, von einer sofortigen Beschwerde abzusehen. Als Bürgermeisterin sei sie vom Stadtparlament daraufhin beauftragt worden, eine endgültige Entscheidung bis Mittwoch kommender Woche herbeizuführen, nachdem sie sich mit den Anwälten der Stadt beraten hat.

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