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Eggesiner Stadtvertretersitzung

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Pläne für Solaranlage sorgen für Diskussion

Nach den geltenden Bestimmungen sollten Solaranlagen nach Möglichkeit auf geschädigten Flächen gebaut werden – auf ehemalige Mülldeponien zum Beispiel.
Nach den geltenden Bestimmungen sollten Solaranlagen nach Möglichkeit auf geschädigten Flächen gebaut werden – auf ehemalige Mülldeponien zum Beispiel.
Martin Schutt

Solaranlagen sind eine gute Sache und vor allem umweltfreundlich. Allerdings kann es passieren, dass auch solche Anlagen für Widerspruch sorgen, wie sich in Eggesin gezeigt hat. Keine Solaranlage auf einen Acker, hat dort eine Fachfrau gefordert.

Eine Debatte entzündete sich bei der jüngsten Sitzung der Eggesiner Stadtvertreter. Dabei ging es um die Entscheidung, ob für ein bestimmtes Gebiet bei Gumnitz, in der Nähe der Bahngleise, ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Nicht für ein Wohn- oder Gewerbegebiet, sondern für eine Fläche, auf der einmal Solaranlagen Sonnenenergie einfangen sollen.

Statt eines schnellen Beschlusses,gab es noch einige Fragen und Anmerkungen. Und zwar von der CDU-Stadtvertreterin Petra Wolscht. Sie sei nicht dafür, auf diese Fläche, bislang landwirtschaftlich genutzt, „eine Solaranlage draufzusetzen“, sagte sie. Und die Begründung für diese Haltung war recht einfach: Das zerstört die Natur, sagte die Stadtvertreterin.

Bau eher auf geschädigten Flächen

Auch wenn ein Privatmann diese Fläche verkaufen will und nicht die Stadt, bleibe sie dabei. Da könne man gegensteuern. Da half auch der Hinweis von Stadtvertretervorsteher Gerhard Tewis nicht, dass die „Böden dort nicht so gut sind“. Das hat mit dem Bodenwert nichts zu tun, so Petra Wolscht. Nach den geltenden Bestimmungen sollten Solaranlagen nach Möglichkeit auf geschädigten Flächen gebaut werden. Auf ehemalige Mülldeponien zum Beispiel und eben nicht auf einen Acker.

Einen Denkanstoß hat Petra Wolscht ihren Stadtvertreter-Kollegen da wohl durchaus gegeben. Durchsetzen konnte sie sich allerdings nicht. Bei der Abstimmung votierten neun Stadtvertreter dafür, dass für die Ackerfläche ein Bebauungsplan aufgestellt wird, dass also künftig Baurecht herrscht und der Acker nun wohl zu einem guten Preis den Besitzer wechseln kann. Petra Wolscht stimmte dagegen, und dann gab es noch eine Stimmenthaltung. Unterm Strich also konnte die CDU-Frau sich mit ihrer Meinung zwar nicht durchsetzen, aber die Sitzung etwas beleben.