Polizeikontrolle am Ende der Ueckerstraße: Diese Familie aus Niedersachsen fuhr mit ihren Rädern die Ueckerstraße in die fa
Polizeikontrolle am Ende der Ueckerstraße: Diese Familie aus Niedersachsen fuhr mit ihren Rädern die Ueckerstraße in die falsche Richtung. Die Polizistin übergibt ihnen hier das Papier über das Verwarngeld. Holger Schacht
Das Einbahnstraßen-Schild in der Ueckerstraße ist deutlich zu sehen. Dennoch fahren diese Rad-Touristen einfach rein.
Das Einbahnstraßen-Schild in der Ueckerstraße ist deutlich zu sehen. Dennoch fahren diese Rad-Touristen einfach rein. Holger Schacht
Chaos in der Ueckerstraße

Polizei schnappt Ueckermünder Geister-Radler

In der Ueckermünder Altstadt sind immer wieder Geister-Radfahrer unterwegs. Der Seniorenbeirat spricht von chaotischen Verhältnissen.
Ueckermünde

Zu viert radelte die Familie aus Winsen an der Luhe (Niedersachsen) durch die Ueckermünder Altstadt, fuhr durch die Ueckerstraße über den Bürgersteig in die falsche Richtung. Am Anklamer Tor war Schluss damit. Dort wartete die Polizei auf das Quartett, kontrollierte die Papiere und verhängte ein Bußgeld. Der Familienvater der Urlauber: „Wir haben das Einbahnstraßenschild nicht gesehen.“ So ergeht es offenbar vielen. Dabei ist die Regelung eindeutig gekennzeichnet. Sie wird nur einfach ignoriert.

Neu ist das Problem nicht. Manfred Quägber, Vorsitzender des Seniorenbeirates von Ueckermünde: „Wir sprechen den Zustand seit Jahren bei Ordnungsamt und Polizei an. Die Rad-Situation in der Ueckerstraße ist als Chaos einzuordnen. Wer die Radfahrer anspricht, bekommt oft eine freche Antwort.“ Nicht nur ältere Leute, so Quägber, die vielleicht auch noch mit einem Rollator unterwegs seien, hätten dort ein Problem. Fußgänger weichen entgegen kommenden Bikern auf dem Gehweg oft durch einen Schritt auf die Fahrbahn aus.

Rad-Rowdys in der Ueckerstraße

Unter den Sündern sind allerdings nicht nur Radtouristen, die schwer bepackt sind und somit eine Menge Platz brauchen. Nach den Sommerferien nutzen Schüler ebenfalls die falsche Strecke. Ueckermündes Polizeirevier-Leiter Hartmut Braun wies seine Beamten bereits an, die Ueckerstraße wegen der Rad-Rowdys besonders im Auge zu behalten: „Normalerweise müssten wir dort täglich kontrollieren, aber das ist durch die dünne Personaldecke nicht möglich.“

Durch den Einsatz der Bäderpolizei in der Saison mit vier zusätzlichen Beamten gebe es, so Braun, mehr Möglichkeiten zur Kontrolle. Erwischt würden täglich etwa zehn Radfahrer. Dabei stellen Braun und seine Kollegen immer wieder fest, dass Unrechtsbewusstsein nicht unbedingt die Stärke der Biker ist.

Geisterfahren mit dem Rad ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit Bußgeld belegt. Wer die Einbahnstraße in die falsche Richtung befährt, zahlt 20 Euro. 25 Euro werden es, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert werden. Bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer werden 30 Euro fällig. 35 Euro sind‘s, wenn es zu einer Sachbeschädigung oder einem Unfall kommt.

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