UCRA AUF DEM WASSER

Pommernkogge geht auf große Fahrt

Die Pommernkogge „Ucra” ist wieder unterwegs. Bei der ersten Ausbildungsfahrt für die Crewmitglieder knallten vier Salutschüsse aus der Schwarzpulverkanone.
Auf der Uecker nahm die „Ucra” langsam Fahrt auf Richtung Stettiner Haff. Etwa 50 Schaulustige beobachteten die Au
Auf der Uecker nahm die „Ucra” langsam Fahrt auf Richtung Stettiner Haff. Etwa 50 Schaulustige beobachteten die Ausfahrt am Ueckerkopf. Holger Schacht
Hier nimmt Stefan Nowitzke das Tau ab, mit dem die „Ucra” am Stadthafen befestigt war.
Hier nimmt Stefan Nowitzke das Tau ab, mit dem die „Ucra” am Stadthafen befestigt war. Holger Schacht
Vor der ersten Ausbildungsfahrt wurden von Lothar Hoffmann Aufgaben an die einzelnen Crewmitglieder verteilt.
Vor der ersten Ausbildungsfahrt wurden von Lothar Hoffmann Aufgaben an die einzelnen Crewmitglieder verteilt. Holger Schacht
Ueckermünde.

Strahlender Sonnenschein, sieben Grad, mittlerer Ostwind: Bei idealem Wetter und majestätisch schön schipperte die Pommernkogge „Ucra” vom Ueckermünder Stadthafen über die Uecker ins Stettiner Haff zu ihrer ersten Ausbildungsfahrt. Denn bevor sie mit ihrer Besatzung und 50 Passagieren auslaufen kann, müssen an Bord erstmal alle Handgriffe sitzen. Geübt wird das Zusammenspiel von Crewmitgliedern.

[Video]

Zwei Salven

„Bei jeder Fahrt sind von uns mindestens zehn Leute dabei. Kapitän, Schiffsführer, Funker, Steuermann, Bootsmann, Maschinist, Hilfsmaschinist, drei Seemänner und eine Kantinenkraft”, erklärt Sprecher Jürgen Appelhagen vom Koggen-Verein. Tourist Stefan Nowitzke aus Mittenwalde (Brandenburg) erhielt die Ehre das letzte Tau abzunehmen, mit der die „Ucra” im Hafen befestigt war. Dann legte das Traditionsschiff am Sonnabend exakt um 10.24 Uhr mit rund 40 Personen ab, erreichte 20 Minuten später den Ueckerkopf. Dort wurden von der Schwarzpulverkanone der „Ucra” zwei Salven abgefeuert. Damit alle wissen, dass sie wieder unterwegs ist, wird dieses Schauspiel bei jeder Aus- und Einfahrt wiederholt.

Mit Passagierliste

Zuvor hatte Lothar Hoffmann, der Vorsitzende des Koggen-Vereins, die Crew mit einer Ansprache in ihre künftigen Aufgaben eingewiesen. „Zur Fahrt gehört auch das Einschiffen der Passagiere an Bord”, sagte er. Deshalb mussten etwa 30 Leute die „Ucra” zunächst verlassen, um einzeln als Gäste zurückzukehren. Auf der vorbereiten Passagierliste wurden dann beim Betreten der „Ucra” sämtliche Namen abgehakt. Später folgte eine Sicherheitsbelehrung und die Einweisung bei den Rettungsmitteln.

Havarie-Situation geübt

In den kommenden Wochen soll es weitere Ausbildungsfahrten geben. Trainiert werden das Einschiffen, das Ab- und Anlegen, das Bedienen der Instrumente und der Maschine und schließlich das Segelsetzen. Nach der ersten Ausbildungsfahrt, die um 13 Uhr endete, zeigte sich Lothar Hoffmann hochzufrieden: „Es war eine erfolgreiche Fahrt. Wir haben unser Ziel erreicht und viel gelernt.” Geübt wurde auch eine Havarie-Situation. „Nach einem simulierten Ausfall der Steuerung haben wir auf Handsteuerung umgestellt. Mit ihr sind wir in den Stadthafen zurückgekehrt. Das hat prima geklappt, obwohl es auch für uns die erste Fahrt war”, sagt Hoffmann. Übrigens: Die „Ucra” war bei drei laufenden Maschinen mit 8,1 Knoten unterwegs. Das sind gut 15 km/h. Hoffmann: „Dieses Tempo erreichen wir auch in etwa, wenn die Segel gesetzt sind.”

 

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