PLATTDEUTSCHE GESCHICHTEN

Preisgekrönter Autor aus Ueckermünde hat noch viel zu erzählen

Es gibt Neues vom ollen Lehrer Schwafelmann zu lesen. Der plaudert auf Platt über die Schule. Und über die Politik. Und über das Leben an sich. Der Mann hinter der Kunstfigur, der Autor Helmut Hillmann, hat noch viel vor.
Helmut Hillmann steckt noch voller Ideen für weitere Geschichten aus dem Leben – natürlich auf Plattdeutsch.
Helmut Hillmann steckt noch voller Ideen für weitere Geschichten aus dem Leben – natürlich auf Plattdeutsch. Simone Weirauch
Ueckermünde.

Es kommt, wie es kommt: Wer so viele Geschichten im Kopf hat wie der Ueckermünder Helmut Hillmann, der kann mit dem Schreiben eben nicht aufhören. Inzwischen ist Helmut Hillmann, der vor zwei Jahren mit dem Fritz-Reuter-Literaturpreis ausgezeichnet wurde, 80 Jahre alt und ein Schlaganfall fesselte ihn an den Rollstuhl. Seine Lust am Erzählen ist dennoch ungebrochen.

Geschichten aus dem Leben

Seit Kurzem liegt in der Buchhandlung ein neues Büchlein des gebürtigen Jördensdorfers, den es schon als jungen Mecklenburger nach Vorpommern verschlagen hat. In „Dat kümmt as‘t kümmt!“ fasst Helmut Hillmann seine Geschichten über den schrulligen Lehrer Schwafelmann zusammen, die er im Laufe der Zeit geschrieben und veröffentlicht hat. Dieser Lehrer sinniert über die Berliner Mauer und den Staatsbürgerkundeunterricht in der DDR ebenso wie über den Unterricht im vereinigten Deutschland, über seine Pensionierung und wie er später noch in der Schule aushilft. Sogar zur Inklusion hat der alte Pauker eine Meinung. Natürlich immer auf platt. So kann er reden, wie ihm „das Maul gewachsen“ ist. „Das halte ich in meinen Riemels immer so, auch wenn ich damit ins Fettnäpfchen treten könnte“, sagt Helmut Hillmann. Das kommt allerdings nicht oft vor. Was der Autor jedoch mit jeder seiner Geschichten garantiert auslöst: Die Leser und Zuhörer amüsieren sich köstlich.

Schon ald Kind ein Romantiker

Leider sei Plattdeutsch nicht mehr so verbreitet, immer weniger junge Leute wollten sich die Mühe machen, die plattdeutsche Sprache zu lernen, bedauert Helmut Hillmann. Zu einem richtigen Autor ist der erst im fortgeschrittenen Alter geworden. Seit 2001 gehört er zum Bund Niederdeutscher Autoren, inzwischen weist sein Werksverzeichnis mehr als 500 Prosa- und Lyriktexte auf.

Bereits als Neunjähriger füllte er ein Heft mit romantischen Gedichten. Seine Schwester hat es ihm viele Jahre aufgehoben. „Ich war gerührt, als sie es mir viel später gab“, erinnert sich Helmut Hillmann. Überhaupt gebe seine persönliche Lebensgeschichte noch so viel Stoff für neue Texte. Natürlich schreibt er weiter, versichert Helmut Hillmann.

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