Fahrt durch die Torgelower Innenstadt in Begleitung der Polizei – rund 140 Radsportler waren am Sonntag bei „Rad a
Fahrt durch die Torgelower Innenstadt in Begleitung der Polizei – rund 140 Radsportler waren am Sonntag bei „Rad am Haff“ unterwegs. Andy Buenning
Ein Abschnitt der Tour war kurzfristig nicht passierbar.
Ein Abschnitt der Tour war kurzfristig nicht passierbar. Andy Buenning
Olympia-Sieger Olaf Ludwig (rechts) fuhr ganz vorn mit.
Olympia-Sieger Olaf Ludwig (rechts) fuhr ganz vorn mit. Andy Buenning
Zurück ging es über die Zarow-Brücke in Grambin.
Zurück ging es über die Zarow-Brücke in Grambin. Andy Buenning
Olaf Ludwig Zweiter von links) führte die Tour durch die Torgelower Innenstadt.
Olaf Ludwig Zweiter von links) führte die Tour durch die Torgelower Innenstadt. Andy Buenning
Start in Mönkebude am Haus des Gastes.
Start in Mönkebude am Haus des Gastes. Andy Buenning
Radsport

„Rad am Haff” kommt nach Corona an

Nach drei Jahren Pause kehrte das Radsport-Spektakel wieder zurück ans Stettiner Haff – und lockte dabei mehr Sportler an als erwartet.
Mönkebude

Die fünfte Ausgabe von „Rad am Haff“ ist Geschichte, und das Fazit fällt sehr positiv aus: „Wir sind sehr zufrieden mit der ersten Tour nach Corona“, sagt Christoph Bade, Unternehmer und Organisator aus Mönkebude, nach der Ausfahrt am Sonntag. Bis auf „drei, vier kleinere Stürze“ habe es keine negativen Zwischenfälle zu verzeichnen gegeben. Und das Wichtigste: „Am Ende konnten alle Fahrer selbstständig das Ziel erreichen.“

Auch von Teilnehmern und Zuschauern habe es viel Lob für dieses erste Radsport-Spektakel seit 2019 gegeben: „Ganz oft wurden wir für die schöne Strecke gelobt“, so Bade, der genau weiß: „Für Radsportler ist unsere Region einfach wie gemacht: Die Landschaft ist ein Traum, der Verkehr sehr gering. Besser geht es eigentlich nicht.“

Aus dem Archiv: Teilnehmerrekord bei Radsport-Spektakel

Viel mehr Teilnehmer als angenommen

Rund 140 Radsportler nahmen die sportliche Ausfahrt durch das östliche Vorpommern am Sonntag in Angriff – und damit viel mehr als von den Verantwortlichen im Vorfeld geschätzt. „Mit so viel Resonanz hätten wir nach Corona nicht unbedingt gerechnet“, freut sich Christoph Bade, der 100 Fahrer als Ziel ausgegeben hatte. „Die Tour muss sich trotz der Pause herumgesprochen haben.“ Viele Fahrer hätten sich noch am Vormittag spontan eingeschrieben. Das gute Wetter trug seinen Teil bei.

Start der 78 respektive 96 Kilometer langen Tour war wie schon im Jahr 2019 das „Haus des Gastes“ in Mönkebude – von dort aus ging es über Ueckermünde, Torgelow, Ahlbeck, Luckow und wahlweise Altwarp zurück nach Mönkebude. Die Fahrer wurden auf der Strecke immer wieder von zahlreichen Zuschauern angefeuert – „besonders viele hatten sich in Grambin und Bellin versammelt“, erzählt Bade. „Und natürlich in Mönkebude.“

Durchschnittstempo von 45 km/h

Zur sportlichen Ausfahrt bei „Rad am Haff“ gehört normalerweise auch eine kurze Sprintetappe auf den breiten Panzerstraßen des Truppenübungsplatzes Jägerbrück dazu – weil die Durchfahrt des Bundeswehrgeländes an diesem Tag jedoch nicht möglich war, verlegten die Veranstalter ihre Sprintetappe kurzerhand auf die Strecke zwischen Ahlbeck und Hintersee, die dafür kurzzeitig von der Polizei gesperrt wurde. „Da ging es ordentlich zur Sache“, berichtet Bade von Durchschnittsgeschwindigkeiten über 45 Stundenkilometer. Gestoppt wird die Zeit bei „Rad am Haff“ traditionell nicht, auch in diesem Jahr gab es keinen Rennsieger. „Es geht um den Spaß“, betont Bade.

Herausforderer besiegen Olaf Ludwig

Angeführt wurde „Rad am Haff“ auch bei seiner fünften Ausgabe von Radsport-Legende Olaf Ludwig: Der Olympia-Sieger von 1988 gehört schon seit der ersten Ausgabe des Radsport-Spektakels zu den Mitorganisatoren und ließ es sich auch jetzt nicht nehmen, wieder ganz vorne mitzufahren. Hinterher nahm sich Ludwig Zeit für einige Fotos und Gespräche und stellte sich am Ergometer. Der Sprint-Wettkampf „Schlag den Ludwig“ hat Tradition bei „Rad am Haff“. „Zwei mutige Fahrer aus Wolgast und Hintersee stellten sich der Herausforderung, ihn im Sprint über einen Kilometer zu schlagen“, erzählt Organisator Bade – und beide konnten Olaf Ludwig besiegen.

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