Verzögerung

Radweg an der B 109 wird erst im nächsten Jahr gebaut

Die Radfahrer hatten sich schon gefreut, doch der lange geforderte und ursprünglich für dieses Jahr geplante Baubeginn verzögert sich.
Schon seit Jahren fordern die Einwohner einen straßenbegleitenden Radweg an der B 109.
Schon seit Jahren fordern die Einwohner einen straßenbegleitenden Radweg an der B 109. NK-Archiv/G. Kords
Vorpommern

Als das Straßenbauamt Neustrelitz im Frühjahr das Straßenbauprogramm mit allen geplanten Maßnahmen für das Jahr 2021 vorstellte, war die Freude bei den Radlern aus Vorpommern groß. Denn im Herbst sollte es endlich mit dem seit Jahren geforderten separaten fahrbahnbegleitenden Radweg an der B 109 losgehen. Zunächst war der Neubau des Radweges auf einem rund 5,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Ferdinandshof und dem Abzweig Altwigshagen vorgesehen. Im Zuge der Arbeiten soll auch eine Radwegbrücke errichtet werden, und zwar über den Schöpfwerksgraben. „Mit dem Bau wird die radverkehrstechnische Anbindung der umliegenden Gemeinden attraktiver gestaltet. Die Anlage dient der Schaffung einer verkehrssicheren Erschließung für den Radverkehr im Alltags-, Schul- und Freizeitverkehr“, hieß es in dem Straßenbauprogramm, das vor allem die Drahtesel-Fahrer in Vorpommern wohlwollend zur Kenntnis genommen hatten.

Verzögerungen beim Grunderwerb

Umso frustrierender ist der aktuelle Stand der Dinge. Denn die Bauarbeiter und Bagger an der B 109 lassen weiter auf sich warten, obwohl der Herbst längst Einzug gehalten hat. Doch warum hat sich bisher noch nichts getan? „Verzögerungen im Grunderwerb haben zu Verzögerungen bei der umweltfachlichen Genehmigung geführt“, teilte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr auf Nordkurier-Nachfrage mit. Alle Drahtesel-Fahrer werden stattdessen mit einem Baubeginn im Jahr 2022 vertröstet. „Detailliertere Angaben zu Beginn und Ende der Maßnahme erfolgen im weiteren Planungsverlauf“, informierte das Landesamt, nach dessen Angaben die Kosten rund 1,3 Millionen Euro liegen werden.

Großes öffentliches Interesse an Radweg

Immerhin, ebenfalls im Jahr 2022 soll der zweite Bauabschnitt zwischen Altwigshagen und Rathebur beginnen. „Die Kosten sollen nach jetzigem Planungsstand rund 1,3 Millionen Euro betragen“, teilte das Landesamt mit. Noch in den Vorplanungen befinden sich die Abschnitte zwischen Neu Kosenow und Anklam sowie zwischen Jatznick und Ferdinandshof. Für diese beiden Abschnitte können nach Angaben der zuständigen Behörde aufgrund der aktuellen Planungsstufe noch keine belastbaren Aussagen zu den zu erwartenden Kosten getroffen werden.

Derzeit wird der Radverkehr auf der B 109 zwischen Pasewalk und Anklam größtenteils auf der Fahrbahn geführt, die lediglich 6,50 Meter bis 7 Meter breit ist. Das birgt hohe Risiken und Gefahren. Das öffentliche Interesse an dem Ausbau des Radweges ist groß, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Seit mehr als einem Jahrzehnt schon kämpfen die Menschen aus Vorpommern für einen durchgängigen straßenbegleitenden Radweg an der B 109. Immer wieder hatte es auch Rad-Demos gegeben.

 

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