Sieben Einsatzfahrzeuge wurden gezählt, die in der Nähe des griechischen Restaurants „Athos” in Ueckerm&
Sieben Einsatzfahrzeuge wurden gezählt, die in der Nähe des griechischen Restaurants „Athos” in Ueckermünde abgestellt waren. Katja Richter
Das Großaufgebot der Polizei sorgte für Aufsehen.
Das Großaufgebot der Polizei sorgte für Aufsehen. Katja Richter
Vermummte Beamte sicherten den Hintereingang zum Biergarten.
Vermummte Beamte sicherten den Hintereingang zum Biergarten. Katja Richter
Polizeieinsatz

Razzia in Ueckermünde

Mit großem Polizeiaufgebot wurde am Dienstag ein Haus in Ueckermünde durchsucht. Den Angaben zufolge ging es u.a. um Menschenhandel. Es war eine von mehreren Polizeiaktionen, die zeitgleich abliefen.
Ueckermünde

Am späten Vormittag haben am Dienstag mehrere Transporter der Bundespolizei in Ueckermünde für Aufsehen gesorgt. Die Einsatzkräfte umstellten ein Gebäude, in dessen Erdgeschoss sich das griechische Restaurant „Athos” befindet. Vermummte Beamte sicherten die Ein- und Ausgänge und begaben sich dann in das Innere der Gaststätte.

Außer dem Restaurant befinden sich in dem mehrstöckigen Haus auch mehre Wohnungen. Mieter, die hinein wollten, mussten sich einer ausführlichen Kontrolle unterziehen. Die Bundespolizisten überprüften die Identität der Bewohner, bevor diese passieren durften. Der Einsatzleiter vor Ort wollte zur Anzahl der eingesetzten Kräfte keine Auskunft geben. In der Nähe des Restaurants befanden sich nach Angaben von Augenzeugen zumindest sieben größere Transporter.

Menschenhandel, Einschleusung, gefälschte Ausweise

Die Razzia in Ueckermünde war nicht die einzige Aktion der Bundespolizei. Zeitgleich gab es ähnliche  Einsätze auch an anderen Orten.
Wie Wulf Winterhoff von der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt auf Nordkurier-Nachfrage mitteilte, haben Beamte der „Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Schleuser“ (GES) der Bundespolizei und des Landeskriminalamtes MV im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stralsund mehrere Objekte in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte sowie in Niedersachsen durchsucht.

Der Einsatz wurde auch durch Beamte des Polizeipräsidiums Neubrandenburg und der Landespolizei Niedersachsen unterstützt, so Winterhoff. Die Ermittlungen richten sich gegen mehrere Beschuldigte wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern, des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen, der Urkundenfälschung, des Menschenhandels zum Zwecke der Ausbeutung der Arbeitskraft und der Beihilfe zu diesen Taten.
Weitergehende Informationen zu den Razzien werden erst nach Abschluss der Maßnahmen herausgegeben, sagte Winterhoff. „Ich bitte um Verständnis, dass ich zu diesem Zeitpunkt aus einsatz- und ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Informationen geben kann“, so der Bundespolizeipressesprecher.

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