Das vier mal fünf Meter große Werbeschild der Sponsoren der Badeplattform steht seit Februar am Haff-Parkplatz. Zun
Das vier mal fünf Meter große Werbeschild der Sponsoren der Badeplattform steht seit Februar am Haff-Parkplatz. Zunächst gab es von vielen Stadtvertretern Kritik daran. Eckhard Kruse
Bürgermeister Jürgen Kliewe.
Bürgermeister Jürgen Kliewe. NK-Archiv
UWG-Chef Norbert Raulin.
UWG-Chef Norbert Raulin. Eckhard Kruse
Bauausschuss

Riesen-Werbeschild am Haffstrand bleibt wohl stehen

Nach der vielfachen Kritik am großen Werbeaufsteller für UWG und Uckerstrom am Haff-Parkplatz sprach nun der Ueckermünder Bauausschuss mit UWG-Chef und Bürgermeister.
Ueckermünde

Die Stimmen, die vehement einen Rückbau des großen Werbeschildes am Ueckermünder Haff-Strand forderten, sind leiser geworden. In der Sitzung des Bauausschusses ging es nicht mehr um die Versetzung des Aufstellers für Uckerstrom und die Ueckermünder Wohnungsbaugesellschaft. Denn UWG-Chef Norbert Raulin hatte im Nordkurier klargestellt, dass die Stadtwerke Prenzlau und die UWG nach dem Sponsoring der Badeplattform den Kooperationsvertrag erfüllen werden und kaum eine Chance sehen, das Schild umzusetzen. Denn das würde doppelte Kosten verursachen, und der Werbeeffekt wäre weg.

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Sorge, das andere auch so groß werben wollen

Nun war Raulin für einen Austausch in den Ausschuss gekommen und hörte weniger kritische Stimmen. „Das Schild ist nicht so stark zu erkennen, wenn dort 500 Autos stehen“, sagte Klaus Laade (CDU) und bekannte dabei auch, dass er sich mit dieser Meinung wohl gegen seine Fraktion stellt. Er sah keine Möglichkeit, das Schild im Nachgang wegzunehmen. Stattdessen regte er an, etwas auf den Weg zu bringen, dass nicht noch mehr Schilder dorthin kommen.

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Ulf Gerhardt (Bürgerbund) meinte, dass man sich mit dem einen Schild arrangieren sollte. Er befürchtete aber, dass weitere Aufsteller dazukommen könnten und man anderen Interessenten gleiches Recht nicht verweigern könne. Er wollte wissen, was passiert, wenn die Badeplattform nach fünf Jahren kaputt geht und der Vertrag für das Schild 20 Jahre läuft. Da konnte ihn Bürgermeister Jürgen Kliewe beruhigen: „Die Plattform hat eine Garantie von 30 Jahren.“ Dennoch forderte Gerhardt zur Prüfung den Vertrag an. Ein Schild dürfe laut Kliewe auch nur jemand aufbauen, der etwas für den Strand sponsert. Deswegen könnten Verwaltung und Stadtvertreter immer entscheiden, ob das gewollt ist.

„Man hätte miteinander sprechen sollen“

Jan Maczewski (Freie Wähler) schaute sich das Schild mit Bekannten an. Die hätten abgewunken. „Für mich ist es nicht wirklich störend“, sagte er. Es sei nur etwas dumm gelaufen, wie es zu der Entscheidung kam. Man hätte vorher sprechen sollen. Doch da hielt Norbert Raulin den Stadtvertretern im Ausschuss den Spiegel vor. Sie selbst hätten den Bürgermeister über die Hauptsatzung ermächtigt, solche Entscheidungen allein zu treffen. Dass man das nun infrage stellt, komme bei den Bürgern komisch an.

Raulin berichtete, dass die UWG immer mit der Stadt schaut, wo sie gemeinnützig helfen kann. 40.000 Euro würden jährlich im Durchschnitt für solche Zwecke ausgegeben. „Von dem Schild versprechen wir uns einen großen Effekt“, sagte er. Mit den Mehrvermietungen hätte das Unternehmen auch mehr Geld für die Allgemeinheit zur Verfügung.

Bürgermeister: „Nichts falsch galaufen”

Rathaus-Chef Kliewe erinnerte, dass CDU und SPD mit der Idee für die Plattform auf ihn zugekommen waren. Weil der Haushalt schon beschlossen war, habe er einen anderen Weg der Finanzierung gesucht. Die Unternehmen seien bereit gewesen. „Es musste aber für beide Seiten etwas herausspringen“, so der Bürgermeister. Es sei klar gewesen, dass das Schild eine bestimmte Größe haben wird. Viele Stadtvertreter würden mittlerweile anders auf den Aufsteller schauen. „Falsch gelaufen ist da nichts“, betonte er.

Der Ausschussvorsitzende Andreas van der Heyden war da anderer Ansicht. Das Verfahren sei rechtens. „Es ist aber nicht gut kommuniziert worden“, sagte er dem Nordkurier. Wie es nun weitergeht, ist unklar.

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