Schiff läuft diese Saison nicht aus

:

Rückschlag für Pommernkogge „Ucra“

Die historische Pommernkogge „Ucra“ im Stadthafen von Ueckermünde sollte nach der Taufe im Oktober 2015 Touristen und Schifffahrtsbegeisterte für Ausfahrten auf dem Stettiner Haff und der Ostsee zur Verfügung stehen. Aber die Kogge ist bis heute nicht klar zum Ablegen.  
Die historische Pommernkogge „Ucra“ im Stadthafen von Ueckermünde sollte nach der Taufe im Oktober 2015 Touristen und Schifffahrtsbegeisterte für Ausfahrten auf dem Stettiner Haff und der Ostsee zur Verfügung stehen. Aber die Kogge ist bis heute nicht klar zum Ablegen.
Stefan Sauer

Die Pommernkogge liegt gute drei Jahre schon im Ueckermünder Hafen. An ein Auslaufen ist auch in diesem Sommer nicht zu denken. Es gibt neue Probleme mit dem riesigen hölzernen Schiff.

Die Pommernkogge „Ucra” wird wohl auch in diesem Sommer noch nicht mit Gästen an Bord auslaufen. Das bestätigte jetzt Torgelows Bürgermeister Ralf Gottschalk. Torgelow ist der Eigentümer des originalgetreu nachgebauten mittelalterlichen Handelsschiffes, das seit 2014 im Ueckermünder Stadthafen liegt und für Besucher zugänglich ist.

Seitdem werden die Fragen immer eindringlicher: Wann geht es denn nun endlich los mit den Fahrten? So viel Zeit, so viel Arbeit, so viele Träume und nicht zuletzt so viel Geld sind in dieses einmalige Schiff geflossen. Doch die Kogge kann nicht auslaufen, weil der Schiffsmotor nicht die erforderliche Leistung bringt, um die 150 Tonnen schwere „Ucra“ sicher steuern zu können. Er ist für 100 Tonnen ausgelegt. Doch nach dem Krängungstest mussten noch gut 30 Tonnen Gewicht aufs Schiff gebracht werden. Darum ist ein zusätzlicher Antrieb erforderlich.

Wie geht’s nun weiter?

Gottschalk deutete an, die Stadt werde nun wohl externen Sachverstand hinzuziehen müssen. „Wir brauchen eine solide Lösung.“ Auch die Finanzierung der zusätzlichen Kosten müsse geklärt werden. Gerade erst sind 150 000 Euro aus dem Strategiefonds des Landes an die Koggen-Crew übergeben worden.

In 14 Jahren Bauzeit sind 1,1 Millionen Euro in das Koggenprojekt geflossen. 2014 wurde die Kogge, die auf der Torgelower Ukranenwerft in ehrenamtlicher Arbeit gebaut wurde, in einer spektakulären Transportaktion nach Ueckermünde gebracht. Schon seit 2016 sollte das Schiff Geld einfahren.

Kommentare (1)

Schon seit 2016 sollte das Schiff Geld einfahren und dümpelt immer noch im Hafen. Die Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor (BER). Immer und immer wieder werden neue Baustellen gefunden und am Ende wird die Kogge im Hafen verfaulen. Da haben sich die 1,1 Millionen Euro doch mal richtig gelohnt. Und am Ende wird das Teil entsorgt und eine neue Kogge wird gebaut:-)