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Schuss löst sich aus Dienstwaffe

Polizisten sollten ihre Dienstwaffe eigentlich sicher im Griff haben – eigentlich.
Polizisten sollten ihre Dienstwaffe eigentlich sicher im Griff haben – eigentlich.
Oliver Berg/dpa-Archiv

Was war da bloß auf dem Ueckermünder Polizeirevier los? Dem Schüler-Praktikanten wird eine Dienstwaffe gezeigt, da löst sich auf einmal ein Schuss. Der trifft zum Glück nicht den 14-Jährigen, sondern nur die Wand. Wie konnte das passieren?

Einen Knall, der völlig unerwartet kam, und wohl auch mehr als eine Schrecksekunde hat jetzt ein 14-Jähriger durchlitten, der momentan bei der Polizei ein Praktikum macht. Passiert ist das Ganze am Dienstag, als eine Polizeibeamtin dem Praktikanten zeigen wollte, wie eine Pistole sicher zu handhaben ist. Offenbar hatte die Polizistin dabei aber nicht aufgepasst und darum übersehen, dass sich noch eine Patrone im Lauf befand. Und dann passierte es: Der Schuss löste sich, wie der Fachmann sagt. Glück im Unglück – die Kugel flog nur in Richtung Wand. Und auch da war viel Glück im Spiel, denn es gab keinen Querschläger, der ebenfalls noch gefährlich hätte werden können.

Bis auf das Knalltrauma gab es glücklicherweise keine Verletzungen, teilte Polizeipressesprecher Axel Falkenberg von der Anklamer Inspektion mit. Natürlich steht nun die Frage, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Immerhin gilt die Beamtin, die den Schuss ungewollt abgegeben hatte, als zuverlässig und umsichtig, sie hat bereits mehrfach Praktikanten betreut. Bislang ohne solche Zwischenfälle. Dennoch werden auch die Eltern des Jungen Fragen haben.

Was wird jetzt aus der Polizistin?

Um die möglichst schnell zu klären, hat die Polizei unmittelbar nach dem Vorfall Kontakt zu den Eltern des 14-Jährigen aufgenommen. „Die Polizei nimmt den Sachverhalt sehr ernst und hat die notwendigen Schritte zur Prüfung eingeleitet“, sagte Polizeisprecher Falkenberg. Dazu gehörte unter anderem ein erstes Gespräch mit der Polizistin. Doch es werden weitere folgen, um die genauen Umstände zu prüfen. Erst dann könne über weitere Schritte, unter anderem mögliche disziplinarrechtliche Folgen, nachgedacht werden. Zur Prüfung gehört aber auch, dass der 14-Jährige befragt wird, was eigentlich genau passiert ist.