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Seeadler hackt seinem Kontrahenten ein Auge aus

Mit einer Decke konnte Jens Funk den verletzten Seeadler einfangen und zur Wildtierstiftung bringen.
Mit einer Decke konnte Jens Funk den verletzten Seeadler einfangen und zur Wildtierstiftung bringen.
ZVG/Priem

Sie sind selten, sie sind schön und majestätisch – aber eben auch kampfeslustig. Beinahe hätte ein Duell zweier Seeadler bei Wilhelmsburg tödlich geendet.

Norbert Priem, Mitglied der Bürgerinitiative (BI) „Freie Friedländer Wiese”, hat einen Kampf zwischen zwei Seeadlern beobachtet. Was in der Luft begann, endete mit einem Absturz bei Friedrichshagen. Die beiden Kontrahenten hatten sich so ineinander verbissen und verkrallt, dass sie als ein riesiger Federklumpen auf den Acker fielen.

Auffangstation in Greifswald

Thea Funk, Chefin der BI, und Norbert Priem fanden die noch immer ineinander verkrallten Vögel auf dem Feld. Jens Funk zögerte nicht, und trennte die Vögel. Ein Seeadler flog in ein naheliegendes Wäldchen.

„Der zweite war sehr schwer verletzt“, sagt Thea Funk. Sie brachte das Tier zusammen mit ihrem Mann zur Deutschen Wildtierstiftung in Klepelshagen. Der Adler wurde medizinisch versorgt. Doch ganz gesund wird er wohl nicht mehr. „Wahrscheinlich ist sein Auge nicht zu retten“, sagt Thea Funk. Was bedeutet, dass er nicht ausgewildert werden kann. Darum ist der Seeadler nach Greifswald gebracht worden, zur Wildvogelauffangstation.