ABSCHIED

Sein letzter Reise-Wunsch war Ueckermünde

Er hat den Ueckermünder Strand und den Tierpark geliebt. Wie oft er mit seiner Familie schon hier war! Der Wünschebus des Arbeitersamariterbundes brachte Andreas Friers noch einmal ans Haff. Es war seine letzte Reise.
Auf seiner letzten Reise genoss Andreas Friers das Stettiner Haff. Zwei Tage später verstarb er.
Auf seiner letzten Reise genoss Andreas Friers das Stettiner Haff. Zwei Tage später verstarb er. Asb
Das Wünschewagen-Team ermöglichte dem schwerkranken Andreas Friers aus Strausberg noch einmal einen Familienausflug nach Ueckermünde.
Das Wünschewagen-Team ermöglichte dem schwerkranken Andreas Friers aus Strausberg noch einmal einen Familienausflug nach Ueckermünde. Asb
Ueckermünde.

So viele Brandenburger und Berliner verbringen ihren Urlaub am Haff, sie kommen immer wieder, weil es ihnen in Ueckermünde und in der Umgebung des Seebads so gut gefällt. Unter ihnen gibt es einen, der sich so gern den Wind am Haff um die Nase wehen ließ, dass er davon nicht lassen wollte, als er eigentlich schon gar nicht mehr reisen konnte. Andreas Friers aus Strausberg im Landkreis Märkisch-Oderland war schwer erkrankt. Gerade mal Anfang 50, keine Hoffnung auf Genesung, verbrachte er seine letzte Lebenszeit im Hospiz Göldner des Diakonischen Werkes Oder-Spree.

Ein letztes Mal das Wasser sehen

Von dort erreichte das Brandenburger Wünschewagen-Team des Arbeiter-Samariter-Bundes die Nachricht, dass Andreas Friers noch einmal mit seiner Familie nach Ueckermünde ans Haff reisen möchte. Noch einmal durch den Tierpark streifen, noch einmal das Wasser sehen – solche Ausflüge hatten er und seine Familie immer geliebt. Es waren stets ganz besondere Familienmomente, vor allem, als die Kinder noch jünger waren. Miriam Gölder, die Koordinatorin des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes, unterstützte Andreas Frier und seine Frau Susanne bei der Verwirklichung dieses Wunsches. Die Angst, dass es bald zu spät sein könnte, war bei allen groß. Am 4. September chauffierte das Wünschewagen-Team das Ehepaar Friers nach Ueckermünde, die Kinder fuhren im eigenen Auto hinterher.

Was bleibt, sind die Erinnerungen

Es war fast wie früher, als sie den Haffzoo besuchten – nur dass Andreas Friers diesmal im Rollstuhl saß. Später, am Stettiner Haff, ließ er sich den Wind um die Nase wehen und erzählte von den vielen Ausflügen hierher, während alle zusammen die ein- und ausfahrenden Schiffe und Boote beobachteten.

Nach einer gemeinsamen Mahlzeit war es dann Zeit, zurück nach Strausberg zu fahren, denn egal, wie schön dieses Erlebnis auch war – es hinterließ einen erschöpften, wenn auch glücklichen Fahrgast.

Es war sein letzter Ausflug. Zwei Tag später starb Andreas Friers. Der Familie bleiben die Erinnerungen, auch an die gemeinsamen Ausflüge ans Haff.

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Kommentare (1)

ZITAT: "Miriam Gölder, die Koordinatorin des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes, unterstützte Andreas Frier und seine Frau Susanne bei der Verwirklichung dieses Wunsches."
Lt. der websites https://ovz.immanuel.de/ueber-uns/team/palliative-care-team-sapv/ oder https://ovz.immanuel.de/versorgungsbereiche/spezialisierte-ambulante-palliativversorgung-sapv/ambulanter-hospizdienst/ ist "Göldner" die korrekte Schreibweise.