CORONA-SYMPTOME

So funktioniert die Video-Sprechstunde beim Arzt

Bei Corona-Symptomen bieten einige Ärzte der Region Video-Sprechstunden an. Hört sich kompliziert an. Ist es aber nicht.
Angst vor der Videosprechstunde muss niemand haben. Es geht alles ganz einfach.
Angst vor der Videosprechstunde muss niemand haben. Es geht alles ganz einfach. Katja Richter
Dr. Andreas Mossner erklärt die Videosprechstunde.
Dr. Andreas Mossner erklärt die Videosprechstunde. Die Fotofabrik Anja Schmidt
Ueckermünde.

Kopfschmerzen, Kratzen im Hals, Husten, Fieber, Unwohlsein – es geht wieder los. Im Herbst beginnt die Erkältungszeit, die bis zum Frühjahr anhält und all diese Symptome auslösen kann. Jahrelang kein Grund zur Panik. Doch 2020 ist alles anders, denn genau diese Symptome haben seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie einen bitteren Beigeschmack und werden deshalb ernster genommen denn je. Sich dann für eine Untersuchung, ein Rezept oder einen Krankenschein ins Wartezimmer zu setzen, ist keine gute Idee, denn im schlimmsten Fall könnte eine Infektion mit dem Coronavirus dahinter stecken. Doch was tun?

Bitte auf keinen Fall ins Wartezimmer setzen!

„Viele Praxen bieten die Möglichkeit, die Patienten per Video-Sprechstunde zu konsultieren“, erklärt Dr. Andrea Mossner, Leitende Ärztin des Ameos-Poliklinikums Ueckermünde, die eindringlich bittet, dass sich Patienten beim Verdacht einer Coronavirus-Infektion auf keinen Fall ins Wartezimmer setzen. Auch für ein Rezept oder eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung müssen sie nicht unbedingt persönlich beim Hausarzt vorstellig werden. Sie empfiehlt den Patienten, sich beim Hausarzt zu erkundigen, ob er bereits eine Video-Sprechstunde anbietet. „Mit den Video-Sprechstunden können wir gemeinsam das Risiko reduzieren, dass sich Patienten und medizinisches Personal durch direkten Kontakt infizieren könnten“, sagt Andrea Mossner. Zudem werde die ambulante Versorgung durch niedergelassene Haus- und Fachärzte auf diese Weise weiterhin zuverlässig gesichert.

Braucht man spezielle Technik?

Aber wie funktioniert so eine Video-Sprechstunde eigentlich und braucht man dazu eine spezielle technische Ausstattung? „Wir haben uns entsprechend ausgerüstet“, berichtet Dr. Andrea Mossner, die weiß, dass auch andere Arztpraxen in der Region nach und nach diese Möglichkeit anbieten werden. Neben ihrem Computer mit den Patientendaten steht nun ein zweiter Computer für die Video-Sprechstunde. „Unsere Patienten benötigen nicht unbedingt einen Computer. Das funktioniert genauso gut mit einem Smartphone“, sagt sie. Wichtig sei jedoch, dass das Handy auf das E-Mail-Postfach zugreifen kann.

Dann sei alles ganz einfach: Die Patienten bekommen per E-Mail einen Link und einen Termin. „Statt zu diesem Termin die Arztpraxis aufzusuchen, muss lediglich zur vereinbarten Uhrzeit auf den Link in der Mail geklickt werden“, so Dr. Mossner, die uns zum Ausprobieren gleich mal eine entsprechende Mail sendet. Auf dem Smartphone erscheint nach dem Anklicken des Links sofort die Frage, ob auf die Kamera und das Mikrofon zugegriffen werden darf. Hier muss natürlich auf „Zulassen“ geklickt werden, und das war es auch schon. Im nächsten Augenblick erscheint auf dem DisplayDr. Mossner in ihrem Sprechzimmer.

Bietet sich auch für Psychotherapien an

„Diese Art der Sprechstunde bietet sich nur an, wenn wir die Patienten bereits kennen“, erklärt die Ärztin, die so aber auch schnell mit weiterbehandelnden Fachärzten in Kontakt treten kann. Die Online-Video-Sprechstunde sollte nicht dem Erstkontakt zwischen Arzt und Patient darstellen, sondern der Verlaufskontrolle oder für Patienten-Rückfragen dienen. Sie ist demzufolge nicht nur für Patienten mit Covid-19-Symp-tomen geeignet. So können auch Psychotherapeuten die Möglichkeit nutzen.

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