In Vorpommern gehört der Ueckermünder Tierpark zu den beliebtesten Ausflugsorten, vor allem für Familien. Wenn
In Vorpommern gehört der Ueckermünder Tierpark zu den beliebtesten Ausflugsorten, vor allem für Familien. Wenn es aber um die Finanzierung geht, kann sich das Tierparkteam vor allem auf die Stadt Ueckermünde verlassen. Stefan Sauer
Schönstes Tierfoto im Haffzoo: Andrea Albrecht gewann mit ihrem Bild „Hangover” den Fotowettbewerb 2020.
Schönstes Tierfoto im Haffzoo: Andrea Albrecht gewann mit ihrem Bild „Hangover” den Fotowettbewerb 2020. Andrea Albrecht
Finanzierung

So will die Stadt Ueckermünde den Tierpark unterstützen

Der Haffzoo braucht die finanzielle Zuwendung der Stadt für den laufenden Betrieb mit steigenden Kosten. Eine neue Attraktion soll noch mehr Besucher anlocken.
Ueckermünde

Es war gewiss nicht das beste Jahr, das der Ueckermünder Tierpark hinter sich hat. Dennoch steckt dort niemand den Kopf in den Sand – wie es übrigens auch Straußenvögel nicht in Wirklichkeit, sondern nur in Redewendungen tun. Mit einer neuen Attraktion wird der Haffzoo seine Besucher in diesem Jahr begeistern. Die begehbare Großvoliere, die 2022 gebaut wurde, soll im Frühjahr eröffnet werden. In der Region gehört der Ueckermünder Tierpark zu den beliebtesten Ausflugsorten, vor allem für Familien.

225 000 Euro von Stadt bezahlt

Wenn es aber um die Finanzierung dieses Besuchermagneten geht, dann kann sich das Tierparkteam vor allem auf die Stadt Ueckermünde verlassen. Und das soll auch so bleiben: Am 12. Januar tagt der Fachausschuss Schule, Kultur, Tourismus, Sport und Soziales und wird sich mit den jährlichen Zuwendungen der Kommune für den Tierpark befassen. In den zurückliegenden Jahren hat die Stadt Seebad Ueckermünde eine Zuwendung von jährlich 225 000 Euro an den Tierpark gezahlt. Diese Zuwendung wurde für den laufenden Geschäftsbetrieb verwendet.

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Auch in der beschlossenen Haushaltssatzung 2023 mit den Finanzplanungsjahren 2024 bis 2026 ist eine Zuwendung in Höhe von 225 000 Euro eingestellt worden. Die Kämmerei legt den Stadtvertretern nun den erneuten Finanzierungsvertrag für den Tierpark vor. Nach der Beratung des Fachausschusses wird auch der Hauptausschuss am 24. Januar diesen Vertrag als Beschlussvorlage auf dem Tisch haben, bevor dann die Stadtvertretung darüber abstimmt. Sowohl die Tierparkleitung als auch der Vereinsvorstand haben erklärt, dass mit dieser Zuwendung eine Planungssicherheit für die nächsten beiden Jahre gegeben ist.

Eigenfinanzierung trotz Corona hoch

Dem Haffzoo gelingt es immer wieder, die Eigenfinanzierung des Tierparkes auf einem sehr hohen Niveau zu halten. Selbst in den zurückliegenden Corona-Jahren und dem Jahr 2022 der Energiekrise wurde dies wieder deutlich. Doch die Bedingungen sind in den vergangenen beiden Jahren ungleich schwieriger geworden. Allein der Verlust an Einnahmen durch Eintrittspreise in der Corona-Zeit beträgt rund 50 000 Euro. Der Tierpark erwirtschaftete in 2021 dennoch einen Jahresüberschuss von 107  300 Euro. Diese Mittel werden vorrangig als Eigenanteil bei notwendigen Förderungen verwendet. Die finanzielle Unterstützung der Stadt für das Jahr 2023 ist bereits im Haushalt eingestellt und wird jeweils zum Quartalsbeginn anteilig ausgezahlt.

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