Ex-Übungsplatz „Kuhlmorgen“

Radfahrer finden Bomben-Attrappe der Bundeswehr

Drei Radfahrer haben eine vermeintliche Granate auf dem ehemaligen Bundeswehr-Standortübungsplatz „Kuhlmorgen“ gefunden. Der Munitionsbergungsdienst rückte an und ging auf Nummer sicher.
Christopher Niemann Christopher Niemann
Diese mit Nägeln gefüllte Übungsattrappe fand ein Spaziergänger im Wald zwischen Hammer und Liepe.
Diese mit Nägeln gefüllte Übungsattrappe fand ein Spaziergänger im Wald zwischen Hammer und Liepe. Christopher Niemann
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Hammer.

Einen ominösen Fund haben drei Radfahrer am Sonntagabend auf dem ehemaligen Bundeswehr-Standortübungsplatz „Kuhlmorgen“ im Wald zwischen Hammer und Liepe gemacht: Dort wurde eine mit Nägeln gefüllte, bombenähnliche Attrappe gefunden, bestätigte Jörg-Peter Käding, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam am Montag.

Da die Polizei anfangs von einer scharfen Panzergranate ausgehen musste, ließ man den Munitionsbergungsdienst auf das für die Öffentlichkeit frei zugängliche Gelände anrücken. Polizei-Sprecher Käding: „Die Attrappe stammt vermutlich aus Bundeswehrbeständen“.

Feuerwehr sicherte Sprengung ab

Die Spezialisten ließen die Übungsgranate sicherheitshalber kontrolliert sprengen, dafür wurde um die Fundstelle ein Sicherheitsbereich von 500 Metern errichtet. Um Punkt 22 Uhr schrillten Warntöne, Sekunden später war dann der laute Knall der Sprengung zu hören.

„Wir stellten mit der Feuerwehr Torgelow den Brandschutz während der Maßnahme vor Ort sicher“, sagte Hammers stellvertretender Wehrführer Daniel Büchler. 14 Kameraden standen dazu mit drei Fahrzeugen bereit. Für die Feuerwehr Hammer war es in diesem Jahr bereits der vierte Einsatz. Erst vergangene Woche hatten die Kameraden einen brennenden Radlader in Hammer gelöscht.

Hinweis: Ursprünglich hieß es, dass ein Spaziergänger die Attrappe gefunden hat. Später hat sich aber einer der Radfahrer bei uns gemeldet, der mit dabei war. Daher wurde der Artikel entsprechend korrigiert.