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Streik noch ohne greifbares Ergebnis

Aus Gewerkschaftssicht ist der Streik bei Eberspächer in Torgelow gut gelaufen,  obwohl es bislang noch keine greifbaren Resultate gab.
Aus Gewerkschaftssicht ist der Streik bei Eberspächer in Torgelow gut gelaufen,  obwohl es bislang noch keine greifbaren Resultate gab.
Lutz Storbeck

Der Streik bei Eberspächer Torgelow ist laut Gewerkschaft gut gelaufen, brachte aber noch keine Gespräche mit der Chefetage.

Aus Gewerkschafts-Sicht ist der Streik der Torgelower Eberspächer-Mitarbeiter letzte Woche gut gelaufen, sagt Jan Kuhnert vom Neubrandenburger IG-Metall-Büro. Es habe seitens der Torgelower Niederlassungsleitung noch am Streiktag sogar Signale an den Betriebsrat gegeben, sich zu einem Gespräch zusammenzusetzen „Das hat dann aber nicht geklappt“, sagte der Gewerkschafts-
sekretär. Offenbar gibt es jede Menge Abstimmungsbedarf zwischen dem Torgelower Betriebsteil  und der Leitung des Heizgeräte-Unternehmens am Stammsitz in Esslingen.

Nach Angaben der IG Metall geht es bei Eberspächer in Torgelow nicht darum, das Unternehmen mit den Forderungen zu überrollen. „Es ist nicht das Ziel, die Tarife der Elektro- und Metallbranche aus Baden-Württemberg 1:1 zu übernehmen“, betonte Kuhnert. Ziel sei ein Tarifvertrag, mit dem Mindeststandards erfüllt werden.

Auf Kompromisse eingestellt

Was die „Zeitschiene“ angehe, so sei man durchaus auf Kompromisse eingestellt. Es müsse in die Richtung gehen, dass nach und nach mehr als zehn Euro pro Stunde gezahlt werden. „In fünf, sechs Jahren sollten wir dahin kommen“, sagte Jan Kuhnert. Wenn die Forderungen umgesetzt werden,  müsste nach Berechnung der IG Metall die Firma Eberspächer am Standort Torgelow 100- bis 150 000 Euro pro Jahr mehr zahlen.