Rad am Haff

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Teilnehmerrekord bei Radsport-Spektakel

Die Hobbyradsportler mussten auch die unangenehme Kopfsteinpflasterpassage in Vogelsang-Warsin überqueren.  
Die Hobbyradsportler mussten auch die unangenehme Kopfsteinpflasterpassage in Vogelsang-Warsin überqueren.
Christian Johner

Unfallfrei und durch die Polizei gut abgesichert ging die dritte Ausgabe von „Rad am Haff” über die Bühne. Obwohl es nicht um einen Sieg ging, zeigte sich: Es gibt einige Gemeinsamkeiten mit dem größten Radrennen der Welt.

„Macht die Tour de France jetzt Station in der Haff-Region?“, wird sich vielleicht so manch jemand in der Haff-Region am vergangenen Samstag, den 14. Juli 2018, gefragt haben. Zumindest die große Fahrertraube während der dritten „Rad am Haff“-Auflage erinnerte ein wenig an das bekannteste Radrennen der Welt. Knapp 200 Hobbyradsportler nahmen an der Rundfahrt durch die Haff-Region teil – Rekord! „Die Mund-zu-Mund-Propaganda hat wieder gut funktioniert“, betonte Christoph Bade, der „Rad am Haff“ organisiert. Die Fahrer kamen dabei zum Teil nicht nur aus Mecklenburg-Vorpommern. „Es waren beispielsweise viele Radsportler aus Leipzig mit dabei“, sagte Bade. Nicht fehlen durfte auch DDR-Radsportlegende Olaf Ludwig, seines Zeichens Olympiasieger von 1988, der wie schon in den beiden Vorjahren an der sportlichen Ausfahrt teilnahm und somit Stargast der Veranstaltung war.

DDR-Radsportlegende war auch dabei

Für Olaf Ludwig war die Wahl klar: „Ich fahre die 90 Kilometer“, betonte er vor dem Start in Mönkebude. Die Hobbyradsportler konnten sich aber auch mit den 70 Kilometern für eine kürzere Distanz entscheiden. Die Tour führte dabei über Ueckermünde, Liepgarten und Torgelow Richtung Pasewalk, dann über den Truppenübungsplatz Jägerbrück und anschließend über Ahlbeck, Luckow und Altwarp zurück nach Mönkebude. Während beim Startschuss in Mönkebude noch der Himmel von Wolken bedeckt war, kam die Sonne mit jedem gefahrenen Meter mehr immer stärker zum Vorschein. „Das Wetter war super, auch wenn es ganz schön windig war“, betonte Christoph Bade.

Die Landschaft in der Haff-Region zeigte sich nicht zuletzt wegen des tollen Wetters von seiner besten Seite. „Man muss zwar immer auf seinen Vorder- und Nebenmann aufpassen, aber trotz der hohen Geschwindigkeit konnte man die beeindruckende Landschaft in dieser schönen Gegend genießen“, sagte Christoph Bade. Immerhin: 27 Kilometer pro Stunde hätten die Hobbyradsportler im Schnitt erreicht, so Bade. Richtig zur Sache ging es auf dem Truppenübungsplatz in Jägerbrück. Spitzengeschwindigkeiten von 42 Kilometer pro Stunde fuhren die Besten auf der breiten Panzerstraße – viel schneller sind die Profis bei der Tour de France auch nicht.