Verbandsliga-Meister: Florian Schmekel, Robert Zentgraf, Felix Trömer, Jakob Herrmann, Norbert Bauer, Piet Großmann
Verbandsliga-Meister: Florian Schmekel, Robert Zentgraf, Felix Trömer, Jakob Herrmann, Norbert Bauer, Piet Großmann, Aaron Breß und Michael Ehlers (von links). Oliver Makowiak
Landesliga-Ost-Meister: Alex Bollnow, Sander Krumnow, Gunnar Kilp, Philipp Maßloch, Matthias Schmekel, Paul Schmidt, The
Landesliga-Ost-Meister: Alex Bollnow, Sander Krumnow, Gunnar Kilp, Philipp Maßloch, Matthias Schmekel, Paul Schmidt, Theo Wolfgramm und Felix Schmekel (von links). Oliver Makowiak
Schach

Torgelow packt Oberliga-Aufstieg, Reserve feiert Landesliga-Titel

Ein letzter Brettpunkt fehlte den Schach-Assen vom SAV Torgelow noch zum Verbandsliga-Titel. Auch die zweite Mannschaft des Vereins darf sich über einen Titel freuen.
Torgelow

Eine endgültige Antwort auf die bislang ungeklärte Aufstiegsfrage hatten die Schachsportler vom SAV Torgelow-Drögeheide nach ihrer letzten Verbandsliga-Partie der Saison 2021/2022 zu verkünden: „Na klar, wir gehen hoch!“, bekräftigte Abteilungsleiter Norbert Bauer den Wunsch seiner Mannschaft, nachdem diese ihr Nachholspiel gegen den SV Blau-Weiß Grevesmühlen mit 5.0:1.0 gewann und sich damit nicht nur den Titel auf höchster Landesebene sicherte, sondern erstmals seit 25 Jahren auch das Recht erhält, in die Nordost-Oberliga aufzusteigen. „Diesen Schritt möchten wir nun unbedingt wagen“, erklärte Bauer. „Die Jungs sind schon ganz heiß drauf.“

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So richtig zittern mussten die Hausherren bei ihrem letzten Auftritt in Torgelow-Spechtberg nicht mehr: Um den Titelgewinn perfekt zu machen, benötigten die Torgelower gegen Grevesmühlen lediglich einen Brettpunkt, den sie jedoch bereits vor dem ersten Duell an diesem Tag in Sack und Tüten hatten. Der Kontrahent aus Nordwestmecklenburg war lediglich mit vier Denksportlern nach Vorpommern gereist und musste folgerichtig zwei Bretter frei lassen, die damit automatisch an Torgelow gingen. „Wir wollten die Partie trotzdem konzentriert durchziehen – und das haben wir geschafft“, beschrieb Norbert Bauer den sportlichen Ehrgeiz seiner Mannschaft bei diesem vorerst letzten Verbandsliga-Auftritt.

Generell eine sportlich sehr erfolgreiche Saison

Weiter geht es für den SAV Torgelow im Herbst dann in der Oberliga-Nordost, wo die Mannschaft hauptsächlich auf Teams aus dem Berliner Raum treffen wird. „Für uns ist diese Liga Neuland“, sagte Norbert Bauer. „Wir sind seit rund 25 Jahren auf Landesebene aktiv und waren immer mal wieder am Aufstieg dran.“ Geklappt hatte es bis heute nicht. Dass es nun soweit ist, sei eine „schöne Sache“.

Generell können die Denksportler vom SAV Torgelow auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken: Sportlich ragt neben dem Titelgewinn der Verbandsliga-Truppe auch der erste Platz der zweiten Mannschaft in der Landesliga-Ost heraus. Abteilungsleiter Norbert Bauer sprach von einem „schönen Doppel-Erfolg“. Ob die Reserve ihr Aufstiegsrecht in die Verbandsliga wahrnehmen wird, steht indes noch nicht fest: „Wir müssen jetzt erst einmal durchzählen, wer nächste Saison überhaupt zur Verfügung steht“, sagte Bauer. „Sportlich würden sich die Jungs der Herausforderung gerne stellen.“

Überzeugen konnten in dieser Schach-Spielzeit auch die Akteure der dritten Mannschaft des SAV Torgelow, die sich in der Bezirksliga-Ost den zweiten Rang sicherten.

Auch in Corona-Zeit immer am Brett geblieben

Die beachtliche Bilanz des Vereins sei nach Angaben von Norbert Bauer auch ein Verdienst der umsichtigen Arbeit von SAV-Mann Matthias Schmekel, der den Verein durch eine turbulente Corona-Spielzeit führte und die Spieltage und Kader organisierte. „Er wusste auf alles eine Antwort“, lobte Bauer den Mannschaftsleiter der „Zweiten“. Während andere Teams in dieser Saison aufgrund von personellen Engpässen reihenweise Bretter frei lassen mussten, war Torgelow fast immer mit einem üppigen Kader ausgestattet. „Wir hatten die Qual der Wahl, mussten sogar Spieler zu Hause lassen“, so Norbert Bauer. Dieser glückliche Umstand sei auch auf die jüngsten Teilnahmen an der Deutschen Schach-Online-Liga zurückzuführen, die zu Beginn der Pandemie als digitale Alternative ins Leben gerufen wurde. „Wir haben immer weitergemacht, das zahlt sich jetzt aus.“

Früchte trug in diesem Jahr auch die starke Nachwuchs-Arbeit des Vereins: Der zwölfjährige Jakob Herrmann kam in dieser Saison für die ersten beiden Herren-Teams zum Einsatz und trug laut Norbert Bauer maßgeblich zum Erfolg bei. An diesem Samstag reist das Talent gemeinsam mit den Torgelower Schach-Schwestern Emma und Barbara Subocz nach Willingen (Sauerland), wo die Deutschen Einzelmeisterschaften für Nachwuchs-Asse stattfinden. Unabhängig vom Ausgang sei die Teilnahme des Trios bereits jetzt ein Erfolg, so der Abteilungsleiter.

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