STETTINER HAFF

Touristen vermissen Strandkörbe am Ueckermünder Haffstrand

Einige Urlauber haben sich massiv in den sozialen Netzwerken, aber auch bei ihren Domizilvermietern beschwert, denn während der letzten Sonnenstrahlen und herrlichem Wetter waren die Strandkörbe am Ueckermünder Haffstrand schon verschwunden.
Dieser Tage ein idyllischer Platz: der Ueckermünder Haffstrand. Allerdings fehlen vielen Touristen die Strandkörbe.
Dieser Tage ein idyllischer Platz: der Ueckermünder Haffstrand. Allerdings fehlen vielen Touristen die Strandkörbe. Die sind nämlich schon abgebaut. Archiv
Ueckermünde.

„Wir sollen schließlich viel Kurtaxe bezahlen, dann können wir doch wenigstens erwarten, dass die Strandkörbe noch zu nutzen sind“, so und so ähnlich beschwerten sich zahlreiche Urlauber in den letzten Tagen sowohl in den sozialen Netzwerken als auch in ihren Pensionen. Normalerweise geht die Badesaison bis zum 15. September eines jeden Jahres. Bis zu diesem Tag sind auch die Rettungsschwimmer vor Ort und sorgen für die Sicherheit der Badegäste. Auch die Standkörbe können in der Regel bis zum Ende der Saison gemietet werden.

Wegen des schönen Wetters in den vergangenen Tagen verlängerte die Stadt Ueckermünde die Badesaison bis zum 20. September, was auch heißt, dass kurzfristig dafür gesorgt werden musste, dass zu jeder Zeit Rettungsschwimmer im Dienst und vor Ort sind. „Das konnten wir absichern“, erklärt Heike Schiebel von der Wasserwacht Uecker-Randow, die allen Wasserwachtlern dankt, die kurzfristig eingesprungen sind.

Die GWW wusste nichts von einer verlängerten Saison

Allerdings mussten die Urlauber auf die Strandkörbe verzichten, denn die wurden nicht mehr rausgestellt und vermietet, was einige Urlauber sehr ärgerte. Am Ueckermünder Haffstrand ist die Gemeinnützige Werk- und Wohnstätten gGmbH (GWW) zuständig für die Bewirtschaftung. Dazu gehört auch die Strandkorbvermietung. Geregelt ist dies in einer Vereinbarung mit der Stadt, sagt Jörg Kubiak. Er ist der Leiter der Ueckermünder GWW-Betriebsstätte. In der Vereinbarung mit der Stadt sei auch festgelegt, dass von einer Saison ausgegangen wird, die vom 15. Mai bis zum 15. September reiche. Das gelte auch für das Jahr 2020 so. Dass es Kritik seitens der Touristen daran gibt, dass die etwa 100 Strandkörbe zu früh ins Winterquartier gebracht worden sind, kann Kubiak zwar verstehen. Er verweist aber darauf, dass es keine entsprechend kurzfristige Absprache mit der Stadt gegeben habe, dass die Strandkörbe länger im Strandsand hätten stehen sollen.

„Hätten wir das eine, anderthalb Wochen eher gewusst, dann wäre das kein Problem gewesen“, sagt der Betriebsstättenleiter. So aber sei es rein von der Logistik her nicht anders machbar gewesen. Immerhin müssen die Strandkörbe durch die ganze Stadt bis zu ihrem Winterlager in der GWW-Gärtnerei im Siedenfeld gebracht werden. „Das heißt, es ist der Transport zuvor langfristig zu organisieren. Dazu kommt, dass die Mitarbeiter auch zum Strand gebracht und von dort wieder abgeholt werden müssen“, sagtKubiak. Das sei ebenfalls eine organisatorische Herausforderung.

„Vielleicht kann man es in der kommenden Saoisn anders machen”

Zudem müsse der Auftrag für den Wachschutz verlängert werden, der ein Auge auf die Strandkörbe hat. Alles in allem also eine aufwendige Sache, und es müsse dann auch die Frage beantwortet werden: Lohnt es sich, diesen Aufwand zu betreiben? Generell sei so eine Saisonverlängerung aber selbstverständlich in den Griff zu bekommen, aber dann müssen Änderungen auch rechtzeitig abgesprochen werden.

Dem Sozialausschuss des Seebades ist das Problem bekannt. „Wir sind für Kritik offen“, sagt Kathleen Fleck, Vorsitzende der CDU/FDP/Freie Wähler-Fraktion. Sie versichert, dass man im Oktober die vergangene Strandsaison auswerten werde und überlege, ob in der nächsten Saison etwas anders und besser gemacht werden kann. Die Ueckermünder Kommunalpolitikerin kann die Urlauber verstehen. „Es gibt sogar im Winter viele schöne Tage, und auch dann sind zahlreiche Urlauber am Strand unterwegs, die vielleicht einen Strandkorb nutzen würden. Wir werden über alles reden und eine Lösung finden“, so Kathleen Fleck.

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