Angst vor Unfällen

:

Traktoren rasen durch Dörfer

Einwohner in Ferdinandshof und Wilhelmsburg haben beklagt, dass die Traktoren oft zu schnell durch die Dörfer fahren.
Einwohner in Ferdinandshof und Wilhelmsburg haben beklagt, dass die Traktoren oft zu schnell durch die Dörfer fahren.
Thomas Krause

Manch einer befürchtet ein Unglück, wenn das so weitergeht: Traktoren der Osterhuber Agrar GmbH rasen durch die Dörfer.

Passiert ist bisher noch nichts. Doch für manche Menschen aus Wilhelmsburg und Ferdinandshof ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Unglück passiert. Deshalb haben sie sich an ihre Gemeindevertretungen gewendet.

Es geht um die riesigen Traktoren der Osterhuber Agrar GmbH, die Anwohnern oft zu schnell durch die Dörfer rasen. Das Problem gebe es vor allem in der Erntezeit, wenn die Landwirte unter Druck stehen. Gerd Hamm, Bürgermeister von Ferdinandshof, und Ulf Wrase, Bürgermeister von Wilhelmsburg, haben jeweils mit den Verantwortlichen Gespräche geführt. „Die Firma hat eine Dienstanweisung verfügt, wonach die Traktoren durch die Ortschaften nur mit 30 km/h fahren sollen“, sagte Hamm.

Die Fahrzeuge seien nur bis 50 km/h zugelassen

Heinz Springer, Betriebsleiter bei Osterhuber, bestätigte, dass die beiden Gemeinden an die Firma herangetreten seien mit diesem Problem. „Wir nehmen das sehr ernst, stehen solchen Sachen immer offen gegenüber“, sagte er. Die betriebliche Anweisung, dass die Fahrer der Traktoren mit einer angemessenen Geschwindigkeit durch die Dörfer fahren sollen, gebe es aber schon länger.

Es sei aber nicht so, dass die Traktoren der Firma permanent die vorgegebene Geschwindigkeit überschreiten würden. „Die Fahrzeuge sind zugelassen für eine Geschwindigkeit von 40 bis 50 km/h, das dürfen sie ja normalerweise auch in Ortschaften fahren“, sagte der Betriebsleiter. Doch wegen der Größe der Traktoren sei das in manchen Dörfern gar nicht möglich.