ZAHM WIE EIN HUND

Treuer Fuchs kommt schon seit Jahren zum Grillen

Das ist ungewöhnlich: Wenn sich das Airsoft-Team vom Haff zu seinen Action-Abenteuern trifft, gesellt sich irgendwann auch immer ein Fuchs zu der Gruppe. Doch ein Jäger warnt: Das kann gefährlich werden!
Während die Jungs von der Softair-Truppe Bratwürste genießen, gesellt sich die Füchsin zu ihnen. Sie hat
Während die Jungs von der Softair-Truppe Bratwürste genießen, gesellt sich die Füchsin zu ihnen. Sie hat sogar einen Namen, Frieda, schließlich kennen sich Mensch und Wildtier schon seit fünf Jahren. ZVG
Altwarp.

Der Trubel am Lagerfeuer scheint Frieda nicht zu stören und die Flammen schon gar nicht. Sie sitzt neben den jungen Männern wie ein Hund, der zu ihnen gehört. Doch Frieda ist kein Hund und auch kein zahmes Haustier. Frieda ist ein Fuchs, genauer gesagt eine Fähe, also ein weibliches Tier.

„Wir beobachten sie seit fast fünf Jahren auf unserem Gelände“, berichtet Steffen Kliewe vom Airsoft-Team „Blackfield Airsoft e.V.“. In diesem Jahr hatte die Füchsin sogar Nachwuchs.“

Sobald die Jungs nach ihren Actionabenteuern gemütlich am Feuer oder Grill zusammensitzen, dauert es in der Regel auch nicht lange: „Wir hören es dann ziemlich bald irgendwo knacken oder rascheln und wissen dann: Gleich kommt sie wieder“, erzählt Steffen Kliewe.

Sie weiß: Vom Menschen geht keine Gefahr aus

Die Actionhelden wissen natürlich, dass Füchse eine natürliche Scheu haben und den Kontakt zu Menschen eigentlich meiden. Doch Frieda, die ihren Bau irgendwo auf dem Spielgelände haben muss, scheint irgendwie gelernt zu haben, dass von Menschen nicht unbedingt eine Gefahr ausgeht. Außerdem weiß sie offenbar: Manchmal fällt ein bisschen was vom Grill ab. Gezielt angefüttert werde das Tier jedoch nicht, versichert Kliewe.

„Das sollte man auch nicht tun“, erklärt Jäger Raul Schade aus Ueckermünde. Füchse sind und bleiben Wildtiere. Und auch, wenn man hin und wieder von Füchsen gerade in Großstädten höre, die ihre natürliche Scheu verloren haben, sei das auf keinen Fall gewöhnlich und könne sogar gefährlich werden.

Einen gewissen Mindestabstand hält sie immer

„Es gibt zwar schon lange keine Tollwutfälle mehr in Deutschland, aber trotzdem ist immer Vorsicht geboten, wenn ein Wildtier keine Scheu hat“, betont der Jäger, der appelliert, bei jeglichen Arten von Wildtieren den Respekt nicht zu verlieren. Es sei zwar niedlich, könne aber auch gefährlich werden.

Respekt haben die Airsoftjungs sehr wohl vor ihrer Frieda, die zwar ziemlich neugierig ist und regelmäßig vorbeischaut, jedoch immer einen gewissen und damit gesunden Mindestabstand hält.

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