STEIGENDE NACHFRAGE

Ueckermünde sucht nach Bauland

Die Bevölkerungsentwicklung in Ueckermünde läuft besser als prognostiziert. Doch die Neu-Ueckermünder wollen schick wohnen. Doch der Platz wird langsam knapp und die Preise steigen.
Simone Weirauch Simone Weirauch
Die Nachfrage nach modernen, schicken Wohnungen in Ueckermünde steigt. In der neuen Villa am Klockenberg sind alle Wohnungen bereits vermietet.
Die Nachfrage nach modernen, schicken Wohnungen in Ueckermünde steigt. In der neuen Villa am Klockenberg sind alle Wohnungen bereits vermietet. Simone Weirauch/Archiv
Ueckermünde.

Baugrundstücke im Seebad Ueckermünde stehen derzeit hoch im Kurs. Es gibt nicht mehr so viele bebaubare Flächen, doch die Nachfrage steigt. „Nicht nur Interessenten aus Berlin oder anderen deutschen Metropolen fragen nach, auch Leute aus umliegenden Dörfern wollen hierher in die Stadt ziehen“, sagt Bauamtsleiter Jürgen Kliewe. Die Stadt sucht weitere Flächen, wo künftig Eigenheime und Mehrfamilienhäuser gebaut werden können.

Jährlich werden im Schnitt zehn neue Einfamilienhäuser in Ueckermünde errichtet, so wie bereits am Schäferweg, in Berndshof und Bellin, Am Schützenwald oder am Backofenweg. Inzwischen ziehen mehr Menschen in die Stadt, als Ueckermünder die Stadt verlassen. Doch bis zu 20 Nachfragen im Jahr nach attraktiven Wohnungen könne die Stadt nicht bedienen, weil der gewünschte Wohnraum nicht vorhanden ist. „In den nächsten sieben bis acht Jahren könnten wir 200 Familien ein neues Zuhause anbieten“, sagt Kliewe.

Neun mögliche Baustandorte in Augenschein genommen

Die Mitglieder des Fachausschusses Bau, Ordnung und Sicherheit sind vor Kurzem quer durch Ueckermünde gefahren und gegangen, um sich Flächen anzuschauen, auf denen die Stadt Baurecht schaffen könnte. Neun mögliche Baustandorte wurden in Augenschein genommen. Es sind verschieden große Flächen – Splitterflächen mit Platz für fünf bis sieben Häuser sind ebenso dabei wie größere Areale, die Platz für 80 Wohnungen bieten. Es handelt sich laut Kliewe um privates Land, darum agiere der Fachausschuss vorerst nicht öffentlich. „Wenn geklärt ist, welche Flächen in welcher Reihenfolge überplant werden, wird die Stadtvertretung entscheiden.“ Die städtebauliche Planung ist erforderlich, um Baurecht zu schaffen. Die Planungskosten trägt der Grundstücksbesitzer beziehungsweise der Bauherr.

Die steigende Nachfrage spiegelt sich auch in der Preisentwicklung der Grundstücke wider, sagte Kliewe. „Die Baulandpreise sind zwar nach wie vor günstig in Ueckermünde, aber für 30 Euro wird man künftig kaum noch bebaubare Flächen finden.“ Die Quadratmeterpreise für erschlossenes Bauland liegen aktuell bei 40 bis 80 Euro und werden künftig bis auf 100 Euro steigen, schätzt der Bauamtsleiter ein.

Die Stadt selbst hat nur noch vier Bauflächen, auf denen Einfamilienhäuser errichtet werden können.

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