Zu lang und zu breit: An der Hospitalstraße musste der Tieflader stoppen.
Zu lang und zu breit: An der Hospitalstraße musste der Tieflader stoppen. Eckhard Kruse
Zu lang und zu breit: An der Hospitalstraße musste der Tieflader stoppen. Foto: Eckhard Kruse
Zu lang und zu breit: An der Hospitalstraße musste der Tieflader stoppen. Foto: Eckhard Kruse Eckhard Kruse
Ein Betonpoller musste weichen.
Ein Betonpoller musste weichen. Eckhard Kruse
Um 12.30 Uhr steckte die Edeltanne in der Bodenhülse auf dem Ueckermünder Markt.
Um 12.30 Uhr steckte die Edeltanne in der Bodenhülse auf dem Ueckermünder Markt. Eckhard Kruse
Der Traktor fuhr mit dem Baum durch Mönkebude.
Der Traktor fuhr mit dem Baum durch Mönkebude. Eckhard Kruse
Ein Betonpoller musste weichen.
Ein Betonpoller musste weichen. Eckhard Kruse
Schwierige Aktion

Ueckermünder Weihnachtsbaum muss viele Hürden nehmen

Nach Torgelow hat nun auch Ueckermünde einen Weihnachtsbaum. Für die Anfahrt der Douglasie aus Mönkebude waren viele Leute im Einsatz. Denn die hatte es in sich.
Ueckermünde

Den Ueckermünder Weihnachtsbaum auf den Markt zu holen, das war in diesem Jahr so aufwendig wie lange nicht. Bauhofleiter Silvio Mülling hatte gedacht, dass bis 10 Uhr alles erledigt sein und die Douglasie aus einer Mönkebuder Bungalowsiedlung im Stadtzentrum stehen würde. Am Ende hat es aber bis 12.30 Uhr gedauert. Das lag an einigen Schwierigkeiten, die auf der Wegstrecke zu bewältigen waren.

Sperrung – Kran und Schwertransporter kamen zu spät

Los ging es damit, dass der Kran und der Schwertransporter eine Stunde zu spät kamen. Das lag an der Straßensperrung zwischen Ducherow und Leopoldshagen. „Die gab es am Freitag noch nicht“, sagte Kranführer Frank Lemke. So habe man einen Umweg über das Café 70 fahren müssen. Dann musste der Kran im Norden der Siedlung aufgebaut und mit Gewichten ausjustiert werden, damit er mit der Last nicht umkippt. Ein Traktor des Leopoldshagener Landwirts Matthias Grunefeld tuckerte mit der Douglasie auf dem Anhänger in die Dorfmitte, weil der Weg für den Tieflader zu schmal war. Dort wurde der Baum auf den Tieflader gehievt. Die Polizei fuhr vorne weg. Zwei andere Einsatzwagen stoppten den Verkehr voraus immer wieder, damit der Transport mit dem 4,5 Meter breiten Baum auf der Straße bis Ueckermünde passieren konnte.

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Einfach mal den Poller ausgegraben

In Ueckermünde schlängelte sich das lange Fahrzeug entgegen der Fahrtrichtung in die Hospitalstraße hinein. Doch dann ging es für den Tieflader nicht weiter. Er war länger als in den Vorjahren und passte trotz der einzeln lenkenden Räder nicht wie gewohnt in die Lücke zwischen zwei Betonpollern. Nach mehreren Minuten des Rangierens entschieden die Leute vom Bauhof, einen der Poller auszugraben. Das gelang sehr schnell. Ein kleiner Kran nahm ihn weg. Und schon konnte der Tieflader mit dem Baum unter den Augen viele Schaulustiger auf den Markt fahren.

Douglasie ist 13 Meter hoch

Der Rest war dann ein Kinderspiel. Denn Frank Lemke hat die Ueckermünder Weihnachtsbäume schon über viele Jahre auf- und wieder entladen. Die Männer vom Bauhof drehten das Exemplar noch ein bisschen und waren sich einig, dass es ein sehr schöner Baum ist. Dann wurde er verkeilt und wird mit einem weihnachtlichen Schmuck bald für Adventsstimmung im Stadtzentrum sorgen.

Die Spender des Weihnachtsbaumes, eine Mönkebuder Familie, hatten den Baum 1995/96 geplanzt. Man habe schon überlegt, ihn selbst zu entfernen. „Wir hatten einfach Angst, dass er einmal umkippt und auf das Haus fällt.“ Schließlich ist er 13 Meter hoch geworden. Dann habe man nach der Begutachtung von Bauhofleiter Silvio Mülling einen dankbaren Abnehmer bei der Stadt Ueckermünde gefunden.

Aus dem Archiv:Die Weihnachtsbäume in der Haff-Region stehen schon

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