GRATULATION

Ueckermünderin Dora Freytag ist 100 Jahre alt!

Herzlichen Glückwunsch! Dora Freytag ist 100 Jahre alt geworden. Die Ueckermünderin, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg zur Welt kam, kann sich über Einsamkeit nicht beklagen.
Holger Schacht Holger Schacht
Dora Freytag freut sich über den Blumenstrauß, den ihr Ueckermündes Bürgermeister Jürgen Kliewe zum 100. Geburtstag überreichte.
Dora Freytag freut sich über den Blumenstrauß, den ihr Ueckermündes Bürgermeister Jürgen Kliewe zum 100. Geburtstag überreichte. Holger Schacht
Ueckermünde.

Sie war viel an der frischen Luft, hat nie geraucht, viel gearbeitet und an Sektgläsern nur genippt. Als Dora Freytag aus Ueckermünde geboren wurde, war der Erste Weltkrieg gerade Geschichte, vor ihr lagen der Zweite Weltkrieg und die Teilung Deutschlands. Jetzt feierte die Rentnerin ihren 100. Geburtstag. Ueckermündes Bürgermeister Jürgen Kliewe gratulierte ihr, brachte neben der Grußbotschaft von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auch einen bunten Blumenstrauß mit und machte gleich ein Kompliment: „Das hohe Alter ist Ihnen überhaupt nicht anzusehen.“

Hundertjährige Dora Freytag: „Mir geht es gut.”

Betreut wird die geistig fitte Seniorin von Tochter Haike (60), die mit ihr im Haus in der Chausseestraße lebt, und deren Schwester Elke (70). Dreimal täglich kommt zudem der Pflegedienst von Andrea Grapenthin aus Eggesin vorbei. „Mir geht es gut“, sagt Dora Freytag und fügt etwas traurig an: „Wenn ich noch laufen könnte, würde ich viel mehr alleine machen.“ Seit zwei Jahren wollen die Beine nicht mehr so richtig. Im Moment ist gar nicht daran zu denken, dass sie die steile Treppe mit ihren 13 Stufen vom ersten Stock ins Erdgeschoss hinuntersteigt. Deshalb verbringt Dora Freytag die meiste Zeit auf ihrem Sessel vor dem Fenster, liest täglich den Nordkurier und schaut TV. „Von der Tiersendung bis zum Krimi.“

An ihrem Geburtstag bleibt der Fernseher aus

20 Verwandte hatten sich angesagt, darunter fünf Enkel und fünf Urenkel. „Ich weiß noch gar nicht, wo die alle sitzen sollen“, lacht Tochter Elke am Vormittag.

Aufgewachsen ist Dora Freytag im Dorf Śmierdnica, das früher Mühlenbeck hieß und heute zu Stettin gehört. Dort arbeitete sie in einer Papierfabrik. Nach dem Zweiten Weltkrieg landete Dora Freytag in Neuensund bei Strasburg, zog 1961 nach Ueckermünde. Ehemann Emil starb 1975 im Alter von 63 Jahren. „Meine Mutter arbeitete hier in der Landwirtschaft, verantwortete die Tierhaltung selbst“, erinnert sich Tochter Elke. „Wir hatten Kühe, Schweine und Pferde“.

Auf Wärme in ihrem Zimmer legt Dora Freytag besonderen Wert. Neben der Heizung gibt es auch einen Kachelofen. Deshalb liegt es fast auf der Hand, was die Jubilarin unter anderem von der Verwandtschaft geschenkt bekam. Es ist ein Pullover.

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