GERD WALTHER MIT GELDSORGEN

Ueckermündes Ex-Bürgermeister sieht sich in der Schuldenfalle

Knapp acht Monate nach seiner zwangsweisen Versetzung in den Ruhe-stand beklagt Ueckermündes Ex-Bürgermeister Gerd Walther seine finanzielle Situation: „Ich kann nicht am Erwerbsleben teilnehmen, habe nicht mal Geld für eine Busfahrt.“
Holger Schacht Holger Schacht
Gerd Walther im Gespräch mit Pflichtverteidiger David Thieme im Saal 1 des Amtsgerichts Pasewalk. Der Anwalt aus Berlin ist spezialisiert aufs Verkehrsstrafrecht. Am ersten Verhandlungstag gab er Walther mehrfach Ratschläge, wie er sich zu Fragen des Richters äußern solle.
Gerd Walther im Gespräch mit Pflichtverteidiger David Thieme im Saal 1 des Amtsgerichts Pasewalk. Der Anwalt aus Berlin ist spezialisiert aufs Verkehrsstrafrecht. Am ersten Verhandlungstag gab er Walther mehrfach Ratschläge, wie er sich zu Fragen des Richters äußern solle. Holger Schacht
Ueckermünde.

Dass Ueckermündes Ex-Bürgermeister Gerd Walther nach seiner zwangsweisen Versetzung in den Ruhestand den Gürtel enger schnallen muss, war klar. Jetzt sieht sich der Ex-Politiker in der Schuldenfalle. Seit 31. Oktober 2018 bezieht Walther nicht mehr seine vollen Bezüge von etwa 6000 Euro brutto, sondern erhält nach eigenen Angaben 45 Prozent dieser Summe als Ruhegehalt. Walther: „Jammern ist nicht mein Ding, aber hinzuweisen ist darauf, dass mein Vertrag bis März 2020 lief und sich die Stadt von mir trennen wollte. In Deutschland gibt es für solche Fälle die allgemein gültige Regel zur Zahlung einer Abfindung. In Ueckermünde geschah dies nicht.“

Mit seinem Ruhegehalt verschulde er sich automatisch

Walther hatte angekündigt, sich vorm Verwaltungsgericht auf seinen Posten zurückklagen zu wollen. Der Ex-Rathauschef bestreitet, dass er nicht dienstfähig gewesen sei. Ueckermündes Stadtvertreter hingegen waren anderer Auffassung. Ihrer Ansicht nach hatte ein amtsärztlicher Test die Gesundheitsbedenken nicht ausräumen können. Mit seinem jetzigen Ruhegehalt, so Walther, könne er seine „Verbindlichkeiten nicht voll bedienen“, würde sich somit „automatisch dynamisch verschulden. „Ich kann nicht am Erwerbsleben teilnehmen, habe nicht mal Geld für eine Busfahrt“, sagte Walther.

Zum Prozess wegen seiner Drogenfahrt an Steuer seines Autos hatte Walther am Donnerstag einen Teil der Strecke von seinem Wohnort Vogelsang-Warsin bis zum Amtsgericht Pasewalk mit dem Fahrrad absolviert. Im Verfahren räumte er erstmals ein, am Abend und in der Nacht vor der Fahrt, Amphetamin genommen zu haben. Walther nutzte vor Gericht auch die Möglichkeit, auf die Gefährlichkeit der „Deutschen Regierung im Exil“ hinzuweisen. Zugerechnet wird die der Reichsbürgerszene. Amtsrichter Gerald Fleckenstein unterbrach ihn nach kurzer Dauer: „Hier ist das Strafgericht und kein politisches Seminar.“

Am kommenden Donnerstag befragt Richter Fleckenstein am zweiten Verhandlungstag Gerd Walther über dessen „persönliche Situation“.

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Kommentare (5)

Jetzt jammert er noch das er "nur noch" 45 % bekommt ? Das ist bei weitem mehr als 90 % der Arbeitenter in Ueckermünde verdienen, mit einer 40 Stunden Woche. Auch die Kommentare zu den Reichsbürgern haben sehr viel mit der Verhandlung zu tun. Da fehlen einem die Worte.......

Achtung Geld sammeln für Walther Ich bekomme, 630 Euro Rente, und kann auch nicht, mit dem Bus fahren. Drogen sind nun mal teuer. Beim Sozialamt mal nachfragen .

Manche bekommen nicht einmal 600 € im monat rente. Für Drogen hatte er auch noch geld und wenn er kehin busticket kaufen kann soll er laufen, 2 füße hater ja noch. Dem stehen eigentlich keinerlei gelder zu, denn was er sich zu schulden hat kommen lassen muss er sühnen.
Er ka nn ja flaschen sammeln oder schrott im sperrmüll.

Jammern auf hohem Niveau. Unglaublich......mit diesen 45 % wäre manch ein Mecklenburger zufrieden. Das er permanent seine Probleme zu Markte tragen muss.....nervt langsam.

... Drogenabhängigkeit und -missbrauch hinterlassen eben ihre Spuren dauerhaft - besonders im Kopf! An welchem Erwerbsleben will er denn mit so einer Vita teilnehmen? Er reflektiert seine eigenen Probleme nicht mal selbst, wer will den denn haben?