Todesfall in Torgelow
Viele Spenden für Familie nach Leonies Tod

Die sechsjährige Leonie war am 12. Januar tot in der Wohnung der Mutter und ihres Lebensgefährten in Torgelow gefunden worden.
Die sechsjährige Leonie war am 12. Januar tot in der Wohnung der Mutter und ihres Lebensgefährten in Torgelow gefunden worden.
Tilo Wallrodt

Nach dem Tod der sechsjährigen Leonie in Torgelow sind bislang 13.000 Euro auf ein Spendenkonto eingegangen. Es steht auch schon fest, wofür es eingesetzt wird.

Der Tod des sechsjährigen Leonie in Torgelow (Vorpommern-Greifswald) hat nach einem Bericht des Radiosenders Ostseewelle Hitradio Mecklenburg-Vorpommern eine große Spendenbereitschaft ausgelöst. So flossen auf ein gemeinsames Spendenkonto mit dem Kinderschutzbund im Nordosten bisher mehr als 13.000 Euro, berichtete der Sender.

Vor dem Geld werde jetzt eine Kur für den Vater und den kleinen Bruder des Mädchens finanziert. Außerdem sei die Beerdigung in Wolgast, wo die Familie früher wohnte, auch darüber bezahlt worden.

Damit ist die Spendenaktion noch nicht zu Ende. So bestreiten am kommenden Wochenende die Fußballer des Torgelower FC Greif und des FSV Einheit Ueckermünde ein Benefizspiel. Die Einnahmen aus den Eintrittspreisen gehen an das gemeinsame Spendenkonto des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) und Ostseewelle Hitradio.

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Die sechsjährige Leonie war am 12. Januar tot in der Wohnung der Mutter und ihres Lebensgefährten in Torgelow gefunden worden. Die Staatswaltschaft verdächtigt den Stiefvater des „Mordes durch Unterlassen.” Er soll das Mädchen so misshandelt haben, das es an den Folgen starb.

Der Mann sitzt in Untersuchungshaft und bestreitet das. Nach seinen Angaben soll Leonie eine Treppe hinuntergestürzt und an diesen Verletzungen gestorben sein.

Auch gegen die Mutter, die mit einem Baby in einer Mutter-Kind-Einrichtung untergebracht wurde, wird ermittelt. Laut Staatsanwaltschaft ist die genaue Todesursache der Sechsjährigen noch unklar und weitere Vernehmungen liefen.