AUTOFAHRER IGNORIEREN VERBOT

Vollsperrung - und trotzdem passierte dort ein Unfall

Viele Autofahrer ignorierten die Vollsperrung der Strecke zwischen Mönkebude und Grambin. Jetzt ist dort sogar ein unfall passiert.
Fabian Beyer Fabian Beyer
In den vergangenen drei Wochen war die Landesstraße 31 zwischen Mönkebude und Grambin gesperrt, da die Fahrbahn ern
In den vergangenen drei Wochen war die Landesstraße 31 zwischen Mönkebude und Grambin gesperrt, da die Fahrbahn erneuert wurde. Fabian Beyer
Mönkebude.

Für einige Autofahrer in der Haff-Region scheint Geduld ein Fremdwort zu sein. Das gilt zumindest für den Bereich zwischen Mönkebude oder Leopoldshagen und Ueckermünde. In den vergangenen drei Wochen war die Landesstraße 31 zwischen Mönkebude und Grambin gesperrt, da die Fahrbahn erneuert wurde. Doch das hinderte viele Verkehrsteilnehmer nicht daran, trotzdem durch die Baustelle zu fahren.

Wie die Polizei auf Nordkurier-Anfrage bestätigt, kam es am Montagnachmittag zu einem Unfall auf dieser gesperrten Strecke. Dabei krachte ein Lkw in einen parkenden Lkw, der in dem Bereich stehen durfte, erklärt Pressesprecher Andrej Krosse. Es entstand ein Schaden in Höhe von 500 Euro.

Außerdem haben die Beamten mehrfach zwischen Grambin und Mönkebude kontrolliert, da die Hinweisschilder zur Vollsperrung missachtet wurden. Diverse Ordnungswidrigkeiten seien festgestellt worden, sagte Krosse, wobei er keine genauen Zahlen nennen konnte.

Der Umweg dauert 30 Minuten länger

Gibt es für das Verhalten der Fahrer eine Erklärung? Dem Pressesprecher zufolge könne es daran liegen, dass ein immenser Umweg in Kauf genommen werden müsste. Routenplaner haben gezeigt, dass Autofahrer von Mönkebude nach Ueckermünde für die Umleitung über Ducherow und die B 109 knapp 40 Minuten, also 30 Minuten länger als normalerweise benötigten. 35 Minuten statt 15 waren es zwischen Leopoldshagen und der Haffstadt. „Viele dachten wohl, dass sie trotzdem durch die Baustelle fahren können”, sagte Krosse.

Überhaupt kein Verständnis zeigt Tom Ahrenhövel vom Straßenbauamt Neustrelitz. „Drei Wochen sind nun wirklich nicht lange“, sagte er. Zumal die Vollsperrung zwingend nötig gewesen sei. Für die Fräs- und Asphaltarbeiten sei sie wegen der geringen Fahrbahnbreiten von rund 6,10 Metern und aufgrund der Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege auf Baustellen im Grenzbereich zum Straßenverkehr alternativlos gewesen.

Ab Montag dann nur halbseitig gesperrt

Derweil geht Ahrenhövel davon aus, dass die Vollsperrung – wie vorgesehen – am Samstag beendet wird. Bis die Bauarbeiten fertig sind, dauert es aber noch ein bisschen. Schließlich folgt ab Montag eine halbseitige Sperrung für nachbereitende Arbeiten. Maximal zwei Wochen sollen sie dauern.

An der L 31 zwischen Mönkebude und Grambin wurde eine Asphalttragschicht, eine Asphaltbinderschicht und eine Asphaltdeckschicht eingebaut. Für die Erneuerung der Fahrbahn betragen die Kosten laut Straßenbauamt rund 770.000 Euro. Das Land finanziert die Summe.

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