EXPEDITION MIT DEM SCHILF-BOOT

Vorpommer segelt wie die alten Ägypter durch die Ägäis

Michael Jahnke aus Lübs wollte schon immer wissen, das früher so war mit dem Segeln. Er heuerte beim Verein für experimentelle Archäologie an.
Simone Weirauch Simone Weirauch
Segel los und ab über das Ägäisches Meer: Die Abora IV segelt jetzt durch ruhiges Wasser, die Crew genieß
Segel los und ab über das Ägäisches Meer: Die Abora IV segelt jetzt durch ruhiges Wasser, die Crew genießt die malerische Kulisse der Caldera von Santorin, eines südgriechischen Archipels auch bekannt als Thira. D.Goerlitz
Voller Vorfreude auf das Abenteuer: Michael Jahnke einen Tag vor seiner Abreise nach Warna.
Voller Vorfreude auf das Abenteuer: Michael Jahnke einen Tag vor seiner Abreise nach Warna. Simone Weirauch
Das Schilfboot Abora IV besteht die Herausforderungen durch Wind und Wetter.
Das Schilfboot Abora IV besteht die Herausforderungen durch Wind und Wetter. D.Goerlitz
Die Abora IV segelt jetzt durch ruhiges Wasser, die Crew genießt die malerische Kulisse in der Caldera von Santorin.
Die Abora IV segelt jetzt durch ruhiges Wasser, die Crew genießt die malerische Kulisse in der Caldera von Santorin. D.Goerlitz
Prähistorisches Schilfboot Abora IV begegnet Nato-Schiff.
Prähistorisches Schilfboot Abora IV begegnet Nato-Schiff. D.Goerlitz
Lübs.

Dieses Abenteuer schreibt Geschichte! Genau 50 Jahre nach der ersten spektakulären Expedition des norwegischen Forschers Thor Heyerdahl segelt der deutsche Wissenschaftler Dominique Görlitz in diesem Sommer mit einem Schiff aus Schilf durch das Schwarze Meer, den Bosporus und das Mittelmeer – im Kielwasser der sagenhaften Argonauten.

Zur wagemutigen Crew auf dem Schilfboot Abora IV gehört auch Michael Jahnke aus Lübs. Anfang Mai reiste er ins bulgarische Warna, wo ein internationales Team das prähistorische Boot aus Totora-Schilf baute.

Gegen den Wind kreuzen vor 5000 Jahren?

Michael Jahnke hatte von so einem Abenteuer immer schon geträumt, diesen Traum erfüllte er sich nun als 60-Jähriger. Am 16. August konnte die Abora IV nach mehrwöchiger Bauzeit endlich in See stechen. Nur noch wenige Tage, dann legt sie in Antalya an und die Crew geht von Bord. Dann reist auch Michael Jahnke zurück nach Hause und wird viel zu berichten haben.

Mit seiner Expedition will der Experimental-Archäologe und Abenteurer Dominique Görlitz seine bislang umstrittenen Thesen untermauern: Schon in der Frühzeit, vor über 5000 Jahren konnten die Menschen mit einfachen Schilfbooten gegen den Wind navigieren und aufkreuzen.

Abora-Floß kommt in eine Dauerausstellung

Das würde auch seine Vermutung stützen, dass die Ägypter beim Bau der Pyramiden von Gizeh bereits Werkzeuge aus Eisen einsetzten. Eisen, das sie aus dem Kaukasus auf dem Wasserweg bis nach Ägypten transportierten.

Letztes Ziel der Segel-Expedition ist Patara in der Nähe von Antalya in der Türkei. „Dort haben wir das unglaubliche tolle Angebot bekommen, das Abora-Floß in einer Dauerausstellung auszustellen“, schreibt Dominique Görlitz im Expeditionstagebuch, das unter www.abora.eu nachgelesen werden kann.

In Patara wurde im vergangenen Sommer ein uraltes Schiffswrack im alten und heute verlandeten Hafen gefunden. Aus diesen Funden wird in den nächsten Jahren ein neues Museum entstehen, in welches die Ergebnisse der Abora IV-Mission in vollem Umfang mit einfließen werden. Die Familie und Freunde von Michael Jahnke aus Lübs drücken nun fest die Daumen, dass auch auf den letzten Seemeilen alles gut geht und sind gespannt auf die Berichte des Abenteurers.

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