Wenn Pkw in den engen Straßen der Waldsiedlung Karpin parken, dann wird es für den Winterdienst schwierig, hindurch
Wenn Pkw in den engen Straßen der Waldsiedlung Karpin parken, dann wird es für den Winterdienst schwierig, hindurchzukommen. Dieses Auto steht übrigens verkehrswidrig auf dem Gehweg. Eckhard Kruse
Die Straßen wurden unter anderem so gestaltet, um Raser auszubremsen.
Die Straßen wurden unter anderem so gestaltet, um Raser auszubremsen. Eckhard Kruse
Winterdienst

Warum Autobesitzer in Eggesin aufs Wetter achten müssen

Die Stadt bittet Anwohner von schmalen Anliegerstraßen, die Pkw bei Schneefall auf ihre Grundstücke zu stellen. Denn mit den Autos vor der Tür gab es Probleme.
Eggesin

Derzeit sind in der Haff-Region zwar keine großartigen Schneefälle angesagt. In Eggesin spielte der Schneefall im Zusammenhang mit dem Winterdienst trotzdem noch einmal eine Rolle. Die Stadtverwaltung hat nämlich die Bürger in engen Anliegerstraßen dazu aufgerufen, ihre Pkw auf ihren Grundstücken abzustellen, wenn wieder Schneefälle zu erwarten sind.

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Insbesondere richtet sich die Bitte an die Anwohner in der Waldsiedlung Karpin. Das sind die Straßen mit den Namen von Ernst Thälmann, Hans Beimler, Scharnhorst, Heinrich Heine, Clara Zetkin, Wilhelm Pieck und einigen anderen. Fast alle Straßen dort sind ziemlich schmal.

Bei dem ersten großen Schneefall am Ende des Jahres waren so viele Flocken gefallen, dass der Winterdienst der Firma Tiefbau und Schüttguthandel (TSH), der die gemeindeeigenen Straßen beräumt, sowieso viel zu tun hatte. Weil dann in einigen engen Straßen noch Pkw am Straßenrand parkten, war für den Winterdienst-Traktor kein Durchkommen mehr. Der Traktor habe ein Schiebeschild von drei Metern Breite, hieß es von der Firma. Bei parkenden Pkw sei dann kein Platz mehr für das Fahrzeug. Zumal der Schnee auch irgendwo am Rand Platz haben musste.

So kam es dazu, dass etliche Bürger aus der Siedlung und auch aus Hoppenwalde bei der Stadt anriefen, erklärten Ordnungsamtsleiterin Cornelia Preußer und Stadtpräsident Gerhard Tewis dem Nordkurier. Die Anwohner hatten wissen wollen, warum der Winterdienst die Straße nicht räumt. „Es geht auch nach der Wichtigkeit“, erläuterte die Ordnungsamtsleiterin. Zuerst seien die vielbefahrenden Straßen an der Reihe, erst später komme der Winterdienst in die Anwohnerstraßen.

Das bestätigte man bei TSH. Das Unternehmen habe eine Prioritätenliste von der Stadt, die es beim Winterdienst abarbeite. Feuerwehr, Kitas und Schulen seien dort zuerst an der Reihe. Die kleinen Straßen in Hoppenwalde stünden ganz zum Schluss auf dem Plan. Die Firma räume die stadteigenen Straßen mit einem Traktor mit Schiebeschild und Salzstreuer. Für Extremfälle habe das Unternehmen an seinem Eggesiner Standort noch einen Radlader zur Verfügung, um Schnee zu beräumen.

„Keine Probleme, wenn jeder Rücksicht nimmt“

„Wenn jeder ein bisschen Rücksicht nimmt, sollte es keine Probleme geben“, sagte die Ordnungsamtsleiterin. Bei den folgenden Winterdiensteinsätzen habe es dann auch geklappt. Und so gehe sie davon aus, dass es auch bei einem erneuten starken Schneefall im Januar oder Februar keine Probleme mehr geben dürfte, wenn die Pkw auf den Grundstücken stehen.

Grundsätzlich sollten die Anwohner sowieso auf ihren Grundstücken parken, erläuterte sie weiter. Wenn sie doch einmal vor dem Haus stehen, dürften sie ihre Autos laut Straßenverkehrsordnung nur auf der einen Straßenseite abstellen. „Und das auch nur in Fahrtrichtung“.

Auf der anderen Seite befänden sich ein überfahrbarer Gehweg und Laternen. Dort sei das Parken nicht gestattet. Dennoch würden dort immer wieder Pkw zwischen den Laternen auf dem Gehweg parken. Das sei auch schon abgestraft worden. Wenn Autos auf der erlaubten Seite stehen, dann müssten die Autofahrer allerdings darauf achten, dass ihre Fahrzeuge nicht genau bei den Laternen abgestellt werden. Sonst komme kein Fahrzeug mehr hindurch.

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Die Anwohnerstraßen in der Siedlung seien damals auch so gestaltet worden, um Raser auszubremsen, über die sich viele Anwohner beschwert hatten.

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