Dieser Bundeswehr ATF-Dingo außerhalb des Übungsgeländes bei Ahlbeck Ausbau hat für Verwunderung gesorgt.
Dieser Bundeswehr ATF-Dingo außerhalb des Übungsgeländes bei Ahlbeck Ausbau hat für Verwunderung gesorgt. ZVG
Bundeswehr

Warum steht hier ein Militärfahrzeug?

Ein gepanzertes Fahrzeug außerhalb des Übungsgeländes bei Ahlbeck hat Fragen aufgeworfen. Hat die Bundeswehr ihr Übungsgebiet ausgeweitet?
Ahlbeck

Ein Militärfahrzeug in der Haffregion hat jüngst für Verwunderung gesorgt. Ein Leser entdeckte Mitte Juni ein gepanzertes Transportfahrzeug der Bundeswehr samt Besatzung in der Nähe von Ahlbeck Ausbau. Der Bundeswehr-"Dingo" habe dort im Gelände gestanden – die MG3-Bordkanone, sagte der Ahlbecker, habe in Richtung Luckower Straße über das Feld gezeigt.

Hat die Bundeswehr ihr Übungsgebiet ausgedehnt?

Ein durchaus befremdlicher Anblick, sagte er. Zwar führt in der Nähe ein Fahrweg durch den Wald, der von Panzern genutzt werden könne. Aber so nahe am Ausbau und nicht auf dieser militärischen Trasse ein solches Militärfahrzeug zu sehen, das führe zu Fragen. Unter anderem zu der, ob die Bundeswehr ihr Übungsgebiet ausgedehnt hat – und so ein Gebiet nun auch der Wald im Ahlbecker Ausbau sei, meinte unser Leser.

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Wie also sieht es mit dem geschilderten Fall aus? Eine Nordkurier-Nachfrage beim Bundesverteidigungsministerium ergab, dass „Panzer der Bundeswehr am Straßenverkehr“ natürlich teilnehmen können. „Oft gibt es zur Verbringung der Fahrzeuge zum Übungsplatz oder von dort wieder in die Kasernen keine andere Möglichkeit“, so die Auskunft vom Verteidigungsministerium. Sollten die Fahrzeuge nicht maß- und gewichtsgerecht gemäß Straßenverkehrszulassungsordnung sein, so gelte das Gleiche wie für Schwerlasttransporte im „Zivilen“, hieß es weiter. Hier „wird dann offiziell eine Sondernutzung angemeldet.“ Ob die Bundeswehr ihr Übungsgebiet ausgeweitet hat, dazu gab es keine Information.

Bei Fragen ans Verteidigungsministerium wenden

Wer genauer wissen möchte, ob ein Bundeswehrfahrzeug zu Recht an dieser oder jener Stelle unterwegs ist, könne sich jederzeit an das Bundesministerium für Verteidigung wenden – beispielsweise per E-Mail an: [email protected] „Um gemachte Beobachtungen überprüfen oder nachvollziehen zu können, wäre es sehr hilfreich, wenn wir den genauen Ort und die Zeit und das Datum bekommen könnten“, so das Ministerium. „Ein Foto wäre noch hilfreicher, da aus diesem gegebenenfalls der Verband des Fahrzeuges erkennbar wäre“, hieß es weiter.

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Für die Einheimischen sind Bundeswehrfahrzeuge jedenfalls kein unbekannter Anblick. Schließlich ist die Ueckermünder Heide eine Region, in der schon seit etlichen Jahrzehnten das Militär seine Kasernen hat und demzufolge auch Armeefahrzeuge auf öffentlichen Straßen unterwegs sind. Vor der Wende geschah dies noch öfter als heutzutage. Bundeswehrfahrzeuge sind zwar auf den Straßen bei Eggesin, Torgelow und in den Orten nahe dem Truppenübungsplatz auch aktuell anzutreffen. Aber zumeist in überschaubarer Zahl und eben nicht so häufig.

 

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