Kontrolle von Brunnen und Hydranten

Wasser marsch: Ist am Haff alles bereit?

Für Löscheinsätze braucht die Feuerwehr überall Zugang zu Brunnen und Hydranten. Damit im Ernstfall nicht das Wasser fehlt, kontrollieren die Kameraden regelmäßig den Zugang.
Simone Weirauch Simone Weirauch
In ganz Ueckermünde kontrollierten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die Hydranten. Einer der vier Trupps war in der Oststadt unterwegs. Mitglieder der Jugendwehr waren auch dabei.
In ganz Ueckermünde kontrollierten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die Hydranten. Einer der vier Trupps war in der Oststadt unterwegs. Mitglieder der Jugendwehr waren auch dabei. Simone Weirauch
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Ueckermünde.

Die Ueckermünder und die Eggesiner Feuerwehrleute haben die Funktionstüchtigkeit der Hydranten in ihren Städten überprüft. Für die ehrenamtlichen Brandschützer sind diese Kontrollfahrten eine zusätzliche Aufgabe, die aber immens wichtig ist. Denn sollte es irgendwo in der Stadt brennen, ausreichend Löschwasser kann die Feuerwehr nur über die Hydranten fördern. Und ohne Löschwasser nützt die beste Feuerwehr im Ernstfall gar nichts. Deshalb sei es wichtig, die Hydranten regelmäßig zu kontrollieren, erklärt der Ueckermünder Wehrleiter Roland Till.

Auch Eggesins Wehrleiter Uwe Schiebel betont: Die Hydranten müssen funktionieren, darum seien Kontrollen wichtig. Immer wieder stellten die Kameraden nämlich Mängel fest. „Wir melden die Mängel an die GKU, die dann die Reparaturen vornimmt.“

Reparaturauftrag an die Stadtwerke

In Torgelow werden die Hydranten und Löschwasserbrunnen ebenfalls regelmäßig überprüft. „Wir nehmen die Kontrollen im laufenden Jahr vor, zwei Kameraden sind dafür regelmäßig in Torgelow unterwegs“, sagte Lars Cornelius, Wehrführer der Feuerwehr Torgelow. Sollte einer der 308 Hydranten nicht funktionieren, erteilt die Stadt den Reparaturauftrag an die Torgelower Stadtwerke. Zweimal im Jahr werden außerdem die Löschwasserbrunnen in Heinrichsruh und Torgelow-Holländerei geprüft, sagte Cornelius. Die Hydranten-Überprüfung, die im feuerwehrtechnischen Sprachgebrauch auch „Löschwasser-Schau“ genannt wird, ist gesetzlich vorgeschrieben und wird von allen Wehren durchgeführt, erklärte Kreisbrandmeister Marco Stange.

Die Ueckermünder erledigen diesen Pflichttermin bei zwei großen Einsätzen im Jahr. Für vier Trupps der Ueckermünder Wehr war am Samstag Großeinsatz quer durch die Stadt: 290 Hydranten sind kontrolliert worden. Fast 20 Kameraden waren im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um Unter- und Überflurhydranten zu kontrollieren. Auch Mitglieder der Jugendwehr wurden in diese Aufgabe einbezogen. Es gab nur wenige Beanstandungen.

Veraltete Bohrbrunnen bereiten Sorgen

Doch damit ist die Löschwasserversorgung in Ueckermünde lange nicht gesichert. Veraltete Bohrbrunnen und zerstörte Beschilderungen bereiten der Feuerwehr immer wieder Sorgen. Um „weiße Flecken“ bei der Löschwasserversorgung auszuschließen, müssen künftig pro Jahr ein bis zwei Bohrbrunnen neu angelegt werden, stellte Ordnungsamtsleiter Jürgen Kliewe klar. Die Kosten pro Brunnen liegen bei 8000 bis 10.000 Euro. Die Stadt wird diese Kosten im Haushalt einplanen müssen.

Der Brandschutzbedarfsplan für Ueckermünde wird am 19. November als Entwurf erstmals im Fachausschuss Bau, Ordnung und Sicherheit vorgestellt. Demnach braucht die Stadt auch ein Messgerät, mit dem regelmäßig die Leistungen der Löschwasserversorgungsstellen geprüft werden können. Bisher leiht sich Ueckermünde ein solches Gerät von Eggesin aus. In Torgelow ist der Brandschutzbedarfsplan bereits im Sommer von der Stadtvertretung bestätigt worden, sagte Lars Cornelius. „Unsere Löschwasserversorgung ist gewährleistet, allerdings fehlen noch zwei Brunnen.“