Auch wenn die weiße Fellfarbe bei Damwild gar nicht so selten ist, wie man annimmt – dieser Anblick ein Traum.
Auch wenn die weiße Fellfarbe bei Damwild gar nicht so selten ist, wie man annimmt – dieser Anblick ein Traum. Andreas Lander
Wenn alles gut geht, wird aus ihm einmal ein imposanter weißer Geweihträger.
Wenn alles gut geht, wird aus ihm einmal ein imposanter weißer Geweihträger. Andreas Lander
Farbanomalien sind beim Damwild nichts Ungewöhnliches.
Farbanomalien sind beim Damwild nichts Ungewöhnliches. Kai Müsebeck
Auch schwarze Damtiere leben in den Wäldern Vorpommerns.
Auch schwarze Damtiere leben in den Wäldern Vorpommerns. Kai Müsebeck
Dieser weiße Hirsch ist im Jahr 2017 in den Tierpark Wolgast gekommen.
Dieser weiße Hirsch ist im Jahr 2017 in den Tierpark Wolgast gekommen. Tilo Wallrodt
So einen ausgewachsenen weißen Damhirsch hoffen die beiden Naturfotografen einmal vor die Linse zu bekommen.
So einen ausgewachsenen weißen Damhirsch hoffen die beiden Naturfotografen einmal vor die Linse zu bekommen. Ulrich Hässler
Natur-Fotografie

Weißen Hirsch gesucht – weißes Jungtier gefunden

Eigentlich waren sie auf Fotojagd nach einem weißen Hirsch, der hier leben soll. Den haben die beiden Naturfotografen aus Vorpommern nicht gefunden – dafür aber andere Überraschungen.
Vorpommern

„Wir waren eigentlich auf der Suche nach dem weißen Hirsch“, berichtet Naturfotograf Andreas Lander. Auf seiner Wunschliste ganz weit oben stehen spektakuläre Aufnahmen jenes seltenen Tieres, das er vor einiger Zeit im Wald gesehen hatte. Zusammen mit Fotokumpel Kai Müsebeck machte sich der Torgelower deshalb schon mehrere Male auf den Weg zu einer Stelle, die er allerdings nicht verraten möchten.

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Auch wenn sich ihr gewünschtes Fotomodell bisher nicht noch einmal blicken ließ, wurden die beiden Freunde nicht enttäuscht. Kürzlich lief ihnen ein junges weißes Damwild-Tier vor die Linse, das gute Chancen hat, später einmal ein starker, weißer Damhirsch zu werden.

Ihr Tod soll Unglück bringen

Helfen beim Überleben könnte dem jungen Tier ein unter Jägern weit verbreiteter Aberglaube. Um weiße Hirsche rankt sich ein Mythos: Ihr Tod soll Unglück bringen, und wer sie schießt, stirbt kurze Zeit darauf, heißt es.

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Wenn es für den Kleinen gut läuft, werden also weiterhin nur Fotos geschossen. „Vielleicht sehen wir ihn irgendwann wieder“, hoffen Lander und Müsebeck. Und vielleicht klappt es dann doch noch mit dem gewünschten Fotomotiv: Irgendwann könnte den Fotografen ihr jetzt noch junges Fotomodell wirklich als ausgewachsener weißer Hirsch vor die Linse laufen.

Hirsche als Gott-Symbol

In vielen Religionen ist der Hirsch das Symbol für den sterbenden und wiederauferstehenden Gott. Auch in den meisten vorchristlichen Religionen spielt der Hirschgott eine Rolle. Weiße Hirsche konnten sich die Menschen früher nicht erklären, sie hielten ihn für ein Anzeichen einer kommenden Katastrophe.

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In freier Wildbahn gibt es in Deutschland nur noch einzelne Exemplare weißer Hirsche. Nur wenige Tiergärten halten überhaupt noch diese sehr seltenen Tiere.

Auch schwarzes Tier fotografiert

So wurde im Wolgaster Tierpark seit 2017 ein weißer Hirsch gehalten. Sein Vorgänger war damals an zu viel Müll im Magen gestorben. Schlagzeilen machte auch der Tod eines weißen Hirschs im Wildgehege Moritzburg bei Dresden in der Silvesternacht 2013. Das Tier war damals vermutlich von Trophäenjägern enthauptet worden.

Dass in den vorpommerschen Wäldern noch mehr Tiere farblich etwas aus der Reihe tanzen, bestätigte Naturparkleiter Jochen Elberskirch dem Nordkurier. Vor neuen Jahren war ein weißer Hirsch in einem Wald bei Mönkebude gesichtet worden. Und auch weitere Aufnahmen der beiden Naturfotografen Andreas Lander und Kai Müsebeck können das belegen: Sie können ganz aktuelle Bilder eines schwarzen Damtieres präsentieren.

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