FUNDHUND IM TIERHEIM

Wer möchte die schöne Aika erziehen?

Eine Kaukasische Schäferhündin, von ihrer Vorbesitzerin als „Fehlkauf" bezeichnet, wartet im Ueckermünder Tierheim auf neue Besitzer. Die bekommen ein lebhaftes, schönes und junges Tier, müssen allerdings noch an dessen Erziehung arbeiten.
Die Kaukasische Schäferhündin Aika lebt zurzeit im Berndshofer Tierheim.
Die Kaukasische Schäferhündin Aika lebt zurzeit im Berndshofer Tierheim. Lutz Storbeck
Ein junges Tier ist die Kaukasische Schäferhündin Aika. Sie lebt zurzeit im Berndshofer Tierheim. Gersucht wird nun
Ein junges Tier ist die Kaukasische Schäferhündin Aika. Sie lebt zurzeit im Berndshofer Tierheim. Gersucht wird nun ein neues Zuhause für die Hundedame. Lutz Storbeck
Ueckermünde.

Es war ein Fehlkauf. Leider. Das hat auch die bisherige Besitzerin von Aika eingesehen. Die Kaukasische Schäferhündin mit ihren knapp anderthalb Jahren ist zwar ganz lieb. Aber lernen muss sie noch viel, und sie braucht jede Menge Bewegung und vor allem eine Aufgabe. Diese Rasse ist aufs Hüten spezialisiert. Das heißt, so ein Tier ist naturgemäß ständig in Bewegung, behält die Umgebung im Auge und verteidigt die ihr anvertraute Herde. Es ist ein Ausdauer- und Energiepaket, das aber auch die entsprechende Erziehung benötigt. Das konnte die bisherige Besitzerin nicht bieten – leider, wie sie selbst einschätzt. Was also tun? Zurück zum Züchter? Wäre zwar schön, ging aber in dem Fall nicht, der Züchter wollte das Tier nicht zurücknehmen.

Sie hat sich gleich ins Herz der Tierheimchefoih geschlichen

So ist Aika im Berndshofer Tierheim gelandet. Dort hat sie sich gleich in das Herz von Tierheimchefin Sabine Schultz geschlichen. Kein Wunder, es ist eine wirklich bildschöne Hundedame. Aber nicht nur das. „Aika zeigt ein sehr gutes Sozialverhalten“, sagt Sabine Schultz: Die Hündin kommt gut mit dem Tierheimrudel klar, spielt mit, ordnet sich in der Hierarchie der Vierbeiner auch unter. Allerdings gibt es da ein Problem: „Sie ist sehr, sehr verfressen“, sagt die Tierheimchefin. Alles, was Aika an Fressbarem findet, betrachte sie als ihr Eigentum. Und verteidigt es auch dementsprechend. Das verwundert nicht: Als Hütehund hat der Kaukasische Schäferhund normalerweise den ganzen Tag seine Aufgaben und muss dabei sehen, dass er an Futter kommt. Es steckt also drin im Wesen.

Ein großes Grundstück wäre schön

Der oder die zukünftigen Besitzer sollten das wissen und auch ein Händchen dafür haben, Aika entsprechend zu erziehen. Zudem wäre es günstig, wenn Aika ein eigenes Revier, ein ausreichend großes Grundstück hätte. Darauf würde sie gut aufpassen, denn sie ist wachsam und bellt, sobald sich jemand nähert. Das macht sie zu einem ausgezeichneten Wachhund.

Mit Menschen kommt die Hündin gut klar. „Sie hat offenbar keine schlechten Erfahrungen gemacht und ist darum sehr freundlich – und sie mag Kinder“, sagt Sabine Schultz. Wie es sich mit anderen Tieren im Haushalt verhält, ist aber eine andere Frage. Sollte dort schon eine Hündin leben, könnte es Kompetenzgerangel geben. Bei einem Rüden sähe das wohl anders aus, dem würde Aika sich wohl unterordnen. Was Katzen angeht – das muss sich zeigen.

 

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Kommentare (1)

Da fragt man sich doch, in wiefern sich Menschen mit ihren Vorhaben auseinander setzen vor der Durchsetzung- plötzlich aus heiterem Himmel fällt dann auf, dass es irgendwie nicht passt und das bei so einer speziellen Rasse?! - die Leid tragenden der menschlichen Dummheit sind dann eben solche Tiere - hoffentlich werden potentielle neue Besitzer da besser geprüft bevor es eine nie endende Odyssee für das Tier wird- hoffentlich gibts keine Schwemme nach Weihnachten mit Tieren die dann leider irgendwie nicht „passen“