NEUE HOFFNUNG FÜR MIETER

Wird das Ueckermünder Brandhaus doch saniert?

Direkt nach dem Brand schien die Lage aussichtslos: An eine Sanierung des Wohnblocks in Ueckermünde Ost glaubte niemand so richtig. Doch jetzt deutet sich eine Wende an.
Fabian Beyer Fabian Beyer
Für den durch das Feuer stark beschädigten Wohnblock in Ueckermünde Ost scheint es neue Hoffnung zu geben.
Für den durch das Feuer stark beschädigten Wohnblock in Ueckermünde Ost scheint es neue Hoffnung zu geben. Christopher Niemann
Ueckermünde.

Für die betroffenen Mieter des Brand-Wohnblocks in Ueckermünde Ost gibt es Hoffnung. War kurz nach der Katastrophe noch die Rede davon, dass das Haus in der Geschwister-Scholl-Straße sehr wahrscheinlich abgerissen werden müsse, hört sich das inzwischen deutlich anders an: Das Gebäude könne aller Voraussicht nach saniert werden, sagte Kerstin Simon, die als Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Ueckermünde eG für die Mitgliederverwaltung und den Schriftverkehr zuständig ist, auf Nordkurier-Anfrage.

Am Mittwoch hätten ein Gutachter von der Versicherung und ein externer Sachverständiger die Lage vor Ort beurteilt und sich sehr optimistisch gezeigt. Daraufhin sei eine Sanierungsfirma beauftragt worden, sich einen Überblick zu verschaffen. Kerstin Simon konnte jedoch noch keinen Zeitrahmen nennen. „Wir hoffen aber natürlich darauf, dass es möglichst schnell geht“, sagte sie.

Einige holten auch Fernseher aus ihrer Wohnung

Unterdessen durften die Mieter am Donnerstag – zum zweiten Mal inzwischen – in ihre Wohnungen. Begleitet wurden sie dabei von Feuerwehrleuten, die für ihren Schutz sorgten. Überwiegend nahmen die Opfer des Brandes wieder persönliche Sachen mit in ihre neue beziehungsweise vorübergehende Unterkunft. Manche sah man aber auch mit einem Fernseher, einzelnen Möbelstücken und Geschirr aus dem Haus kommen.

Gute Neuigkeiten gibt es auch von der Hilfsaktion. Ursprünglich sollte die Abgabestelle in der Haffpassage wochentags zwischen 15 und 18 Uhr besetzt sein. Für Samstag steht jetzt von 9 bis 12 Uhr sogar noch ein Zusatz-Termin zur Verfügung, wie SPD-Fraktionschef Carsten Seeger sagte.

Gratis-Wurst für die Brandopfer

Sehr gefreut haben sich die betroffenen Mieter auch über eine weitere Extra-Aktion: Ronny Kusch, dessen Bruder Stefan selbst in dem Wohnblock gewohnt hat, brachte am Donnerstag einen Bohnen-Eintopf und Brötchen vorbei.

Stadtpräsident Robert Kriewitz teilte auf Facebook mit, dass die Mieter des Brandblocks in seiner Fleischerei ein Wurstpaket in Höhe von 30 Euro abholen können. Auch aus anderen Parteien ließen sich Stadtvertreter bei der Hilfsaktion blicken.

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