Baupläne für Ueckermünder Speicher
Wird der graue Koloss doch noch schönstes Wohnhaus?

Der graue Koloss im Ueckermünder Stadthafen bleibt als künftiges Wohnhaus im Gespräch. Auch die neuen Eigentümer wollen mehrere Wohnungen im Hafen ausbauen.
Der graue Koloss im Ueckermünder Stadthafen bleibt als künftiges Wohnhaus im Gespräch. Auch die neuen Eigentümer wollen mehrere Wohnungen im Hafen ausbauen.
Simone Weirauch

Die Pläne für „die schönsten Wohnungen am Wasser“ sind in Ueckermünde noch nicht aufgegeben. Der Speicher im Hafen hat die Besitzer gewechselt, und auch die planen eine Sanierung.

Der graue Speicher im Ueckermünder Stadthafen bleibt im Gespräch, wenn es um neue, attraktive Wohnungen im Seebad Ueckermünde geht. Er könnte bald tatsächlich zu einem der schönsten Wohnorte in Ueckermündes Altstadt werden.

Nach Angaben der Stadtverwaltung wollen die neuen Besitzer des Speichers voraussichtlich neun Wohnungen ausbauen. „Wenn der Bauantrag demnächst eingeht, könnten die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen“, sagte Bauamtsleiter Jürgen Kliewe. Die Gespräche mit den neuen Eigentümern hätten bisher ergeben, dass das Gebäude nicht entkernt, sondern die vorhandene Struktur für den Ausbau genutzt wird. Weil sich die Haustreppe auf der Hafenseite des Gebäudes befindet, soll auf dieser Seite auch ein Fahrstuhl angebaut werden. Außerdem sollen Balkone angebaut werden. „Bisher haben wir erst eine Skizze gesehen, die Stadt wird die Baupläne unterstützen“, sagte Jürgen Kliewe.

Die Vorbesitzer mussten aufgeben

Die vorherigen Besitzer des Speichers, eine Bonner Familie mit Ueckermünder Wurzeln, musste ihre technisch anspruchsvollen Umbaupläne leider aufgeben. Die sehr schöne äußere Gestaltung des Speichers war bereits öffentlich diskutiert und für gut befunden worden. Lange suchten die Eigentümer dann nach einem Kooperationspartner oder Bauträger, mit dem sie ihre Baupläne umsetzen könnten. Weil sich kein Partner für die Sanierungspläne der Familie fand, zog die Stadt Ueckermünde ihre Förderzusage zurück. Damit war es der Familie wohl auch finanziell nicht mehr möglich, ihre Umbaupläne zu verwirklichen.

Seit 2018 hat das Speichergebäude nun neue Besitzer. „Wir sind im Gespräch“, macht Bauamtsleiter Kliewe Hoffnung.