Wunscherfüller für Schwerstkranke

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"Wünsche wagen" startet mit neuem Namen

Das Auto für die Wünsche-Fahrten hat nun einen neuen Namen.
Das Auto für die Wünsche-Fahrten hat nun einen neuen Namen.
Lutz Storbeck

Zwei Wohlfahrtsverbände im Clinch: Der im Mai an das DRK Uecker-Randow übergebene „Wünsche wagen“, der Schwerst-kranken den letzten Wunsch erfüllen soll, ist Stein des Anstoßes. Genauer gesagt: der Name. Nun wurde eine Lösung gefunden.

Gleich mit der großen Keule hat der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Regionalverband Ruhr, dem DRK-Kreisverband Uecker-Randow gedroht. Der Anlass? Es geht um die Bezeichnung jenes Automobils, das Menschen, die schwerstkrank sind und darum „eine zeitlich begrenzte Lebenserwartung haben“, in der Uecker-Randow-Region helfen soll, sich einen letzten Wunsch zu erfüllen. Eine Fahrt an die Ostsee könnte das sein, der Besuch eines Konzerts der Lieblingsband oder die Einschulung des Enkels – das könnten Ziele für dieses Mobil sein.

Erst Mitte Mai hatten das DRK, der Landkreis Vorpommern-Greifswald, die Sparkasse Uecker-Randow, der Hospizdienst Uecker-Randow und das Blaue Kreuz so ein Projekt begonnen und ein entsprechend umgebautes ehemaliges Rettungsfahrzeug in Dienst gestellt. Heißen sollte das Mobil „Wünsche wagen“. Ein schöner Name, ein passender, wie die Beteiligten fanden. Dann die Ernüchterung. Denn: Das geht gar nicht, hieß es vom ASB-Regionalverband Ruhr. Dort gibt es nämlich ebenso ein Mobil, und das trägt den Namen „Wünschewagen“. Somit bestehe, teilte der Rechtsanwalt des ASB aus dem Westen Ende Mai mit, „Verwechslungsgefahr“ und eine Verletzung des markenrechtlichen Schutzes.

Verzicht auf juristische Auseinandersetzung

Starker Tobak und noch dazu irgendwie unverständlich, findet DRK-Kreisverbands-Präsidentin Monika Buse. Schließlich geht es nicht um Befindlichkeiten oder Namen, sondern um das Ziel, das mit dem Fahrzeug verfolgt wird. Insofern sei man, wie Monika Buse sagt, schon verwundert über die Form der Kommunikation zwischen zwei Wohlfahrtsverbänden.

Sie und alle, die das hiesige Mobil möglichst oft rollen sehen wollen, verzichten auf eine juristische Auseinandersetzung. Die würde vermutlich lange dauern und Geld kosten, sodass nunmehr das vorpommersche Auto den Namen „Zeitreisemobil“ bekommen hat. Wie Monika Buse betont, ist die Reise für den Fahrgast und seine Begleiter kostenlos.

Das Anmeldeformular für das „Zeitreisemobil“ kann im Internet abgerufen werden: www.bk-diakonie-eggesin.de.