UNWETTER AN OSTSEE

Wetterdienst warnt vor Sturmflut auf Rügen und Usedom

An der gesamten Ostseeküste wird eine Sturmflut erwartet. Im Greifswalder Bodden ist mit bis zu zweieinhalb Meter hohen Wellen zu rechnen.
dpa
An der Ostsee ist laut dem Deutschen Wetterdienst mit Sturmböen und einer Sturmflut zu rechnen.
An der Ostsee ist laut dem Deutschen Wetterdienst mit Sturmböen und einer Sturmflut zu rechnen. Bernd Wüstneck/Archiv
Schwerin.

In Mecklenburg-Vorpommern startete der Tag am Dienstag mit Nebel und Wolken. Später kam dann die Sonne raus und es blieb meist trocken, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Die schlechte Nachricht allerdings: In der Nacht zum Mittwoch nimmt der Wind an der Ostsee zu und in Ostvorpommern sowie im Binnenland kann es starke Böen geben. Später können an den Küsten in Vorpommern Sturmböen auftreten, gebietsweise sogar schwere. Die Tiefstwerte liegen bei 10 bis 6 Grad.

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Sturmböen an der Ostsee

Ab Mittwochmittag werden an der gesamten Ostseeküste Wasserstände bis 1,20 Meter über mittlerem Wasserstand erwartet. In der Lübecker und Wismarer Bucht und dem Greifswalder Bodden sind sogar Wasserstände bis 1,40 Meter über mittlerem Wasserstand möglich, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie am Dienstag warnte. In der Kieler Bucht sowie westlich und östlich von Rügen sei mit bis zu 1,20 Metern über mittlerem Wasserstand zu rechnen, im kleinen Haff mit bis zu 0,85 Metern.

Sturmfluten an der deutschen Ostseeküste werden in vier Klassen eingeteilt: Als "Sturmflut" gilt ein Wasserstand von 1,00-1,25 Meter über mittlerem Wasserstand, als "mittlere Sturmflut" 1,25-1,50 Meter, als "schwere Sturmflut" 1,50-2,00 Meter und als "sehr schwere Sturmflut" mehr als 2,00 Meter über mittlerem Wasserstand.

Autos nicht am Hafen parken

Meteorologen rechnen besonders auf dem Greifswalder Bodden mit bis zu zweieinhalb Meter hohen Wellen und Sturmböen der Windstärke 10 aus Nordost. Die Pommersche Bucht mit Usedom und der Ostküste Rügens sei stärker betroffen als die Mecklenburger Bucht.

Die Stadtverwaltung Stralsund bat darum, abgestellte Fahrzeuge aus den Uferbereichen des Hafens wegzubringen. Bereits bei Hochwasserständen ab einem Meter würden die Kanalbrücken nicht mehr geöffnet, hieß es. Bootsbesitzer sollten die Leinen kontrollieren beziehungsweise einen sicheren Liege- oder Ankerplatz suchen.

Zuletzt gab es an der deutschen Ostsee Ende März eine Sturmflut, in Lübeck mit 1,57 Metern über mittlerem Wasserstand. Damals trat das Wasser nach Polizeiangaben teilweise über die Ufer und überschwemmte Straßen. In Greifswald waren es 1,31 Meter.

Dieser Artikel wurde am Dienstag, 13. Oktober, mehrfach aktualisiert.

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