Die Masche per Whatsapp kommt fast täglich zur Anwendung. Jetzt hatten Betrüger damit wieder Erfolg.
Die Masche per Whatsapp kommt fast täglich zur Anwendung. Jetzt hatten Betrüger damit wieder Erfolg. Polizei
Trickbetrug

Whatsapp-Betrüger machen Beute auf Rügen und Usedom

Da fast täglich solche Betrugsfälle angezeigt werden, gibt die Polizei Hinweise, um nicht Opfer der Masche per Whatsapp zu werden.
Bergen

Trickbetrüger haben auf Rügen und auf Usedom jeweils Summen im vierstelligen Bereich ergaunert. Wie die Polizei mitteilt, sind dabei zwei Frauen auf eine Nachricht per Whatsapp reingefallen, in denen ihre angeblichen Töchter um Geldüberweisungen gebeten hatten.

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Auf Rügen wurde mit der Masche demnach eine 70-Jährige um 1900 Euro gebracht. „Auf Usedom überwies eine 60-jährige Deutsche über 1.300 EUR für ihre angebliche Tochter”, so eine Polizeisprecherin. Mittlerweile würden fast täglich solche Whatsapp-Betrugsversuche im Zuständigkeitsbereich des Neubrandenburger Polizeipräsidiums angezeigt.

In beiden Fällen hatten die Täter den Angaben zufolge vorgegeben, die Tochter zu sein und eine neue Handynummer zu nutzen. Wie die Täter an die Telefonnummern ihrer Opfer gelangen, erklärt die Polizeisprecherin so: „Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Großteil durch illegalen Datenkauf im Internet an die Betrüger gelangt oder auch durch Hackerangriffe auf Online-Verkaufsportale oder andere Plattformen, auf denen digital eine Handynummer hinterlegt wird.”

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Um nicht selbst Opfer dertartiger Betrugsnachrichten zu werden, empfiehlt die Polizei etwa, auf den Sprachgebrauch zu achten. „Nennt mich mein Kind eigentlich Mama oder sagt es nicht eher Mutti?” Auch wenn die Whatsapp-Nachricht noch so glaubwürdig klingt, sollte vor einer eventuellen Überweisung immer ein direktes Telefonat mit dem jeweiligen Angehörigen geführt werden. „Lieber ein Anruf zu viel, als am Ende Geld zu verlieren oder sich mit dem Versuch einer Rücküberweisung herumärgern zu müssen” erläutert die Polizeisprecherin.

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