GROßES JUBILÄUM

Bislang sechs Millionen Besucher in Museum auf Usedom

Das 1991 eröffnete Historisch-Technische Museum in Peenemünde zählt zu den erfolgreichsten Dauerausstellungen im Land. Am Montag wurde auf dem Gelände der früheren Heeresversuchsanstalt der sechsmillionste Gast begrüßt.
Ralph Sommer Ralph Sommer
Aus der Familie Wachowicz aus Polen kommt der sechsmillionste Gast im Historisch-Technischen Museum Peenemünde. Die Urlau
Aus der Familie Wachowicz aus Polen kommt der sechsmillionste Gast im Historisch-Technischen Museum Peenemünde. Die Urlauber aus Swinemünde wurden am Montag von Museumsleiter Dr. Philipp Aumann begrüßt. Philipp Aumann
Peenemünde.

Jubiläumsgast Ewa Wachowicz wurde mit Ehemann Lukasz und ihren Söhnen Jan und Stanislaw am Nachmittag vom Kurator der Ausstellung Dr. Philipp Aumann mit einem Ausstellungskatalog und Souvenirs empfangen. Die Familie verbringt derzeit ihren Urlaub in Swinoujscie (Swinemünde).

„Sechs Millionen Besucher – diese enorme Zahl zeigt, dass wir als Museum unser unbequemes Thema wirklich in die Breite der Gesellschaft tragen und auch ein internationales Publikum erreichen“, sagte Aumann. Zehn Prozent aller Besucher kämen aus Polen.

Das Museum im Norden der Insel Usedom war nach der politischen Wende von ehemaligen Offizieren des benachbarten Militärflughafens in der früheren Bunkerwarte des stillgelegten Kraftwerks gegründet und in den Folgejahren von Wissenschaftlern mehrfach konzeptionell weiterentwickelt und erweitert worden. Dazu waren die Kraftwerksanlagen von 2012 bis 2015 schrittweise zugänglich gemacht worden.

Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte der Versuchsanstalten Peenemünde, des größten militärischen Forschungszentrums Europas zwischen 1936 und 1945. Bis zu 12.000 Menschen hatten hier an neuartigen Waffensystemen gearbeitet, die als Terrorwaffen gegen die Zivilbevölkerung größtenteils von Zwangsarbeitern hergestellt wurden. Präsentiert wird die Geschichte der Raketenforschung unter Leitung von Wernher von Braun.

Zu besichtigen sind unter anderem originale Bauteile, das sogenannte A4-Aggregat, zahlreiche Dokumente und der originale S-Bahn-Zug von Peenemünde. Interessenten können außerdem auf einem mehrere Kilometer langen Museumspfad „Denkmallandschaft Peenemünde“ die Hinterlassenschaften der früheren Heeresversuchsanstalt erkunden.

Darüber hinaus werden in Peenemünde regelmäßig Sonderausstellungen präsentiert. Gegenwärtig ist zum Beispiel die Ausstellung „Wettlauf zum Mond – Viel Lärm um einen kleinen Schritt“ zu sehen, die sich der ersten Apollo-Mondlandung vor 50 Jahren widmet.

Für das Museum, dessen Gesellschafter seit 2010 zu 51 Prozent das Land Mecklenburg-Vorpommern und zu 49 Prozent die Gemeinde Peenemünde sind, laufen derzeit Planungen für eine Neukonzeption.

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