Umgeben von dichtem Schilf und einer Bungalowsiedlung versteckt sich im kleinen Örtchen Neeberg ein kleiner Hafen. Foto:
Umgeben von dichtem Schilf und einer Bungalowsiedlung versteckt sich im kleinen Örtchen Neeberg ein kleiner Hafen. Foto: DAS FOTO HENRYBOEHM DAS FOTO HENRYBOEHM
Auch wenn es hier keine Gastronomie gibt, lohnt sich ein Besuch. Foto: DAS FOTO HENRYBOEHM
Auch wenn es hier keine Gastronomie gibt, lohnt sich ein Besuch. Foto: DAS FOTO HENRYBOEHM DAS FOTO HENRYBOEHM
In diesem versteckten Paradies am Ende der Insel ist es absolut ruhig. Foto: DAS FOTO HENRYBOEHM
In diesem versteckten Paradies am Ende der Insel ist es absolut ruhig. Foto: DAS FOTO HENRYBOEHM DAS FOTO HENRYBOEHM
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Ein verstecktes Paradies am Ende der Insel

Umgeben von dichtem Schilf und einer Bungalowsiedlung versteckt sich im kleinen Örtchen Neeberg auf der Insel Usedom ein kleiner Hafen, der selbst nicht allen Insulanern geläufig ist.
Usedom

Durch die kleine Schneise im Schilf wandert der Blick über das Achterwasser bis hinüber auf den Weißen Berg, die Südspitze der Halbinsel Gnitz. Die Sonne glitzert, als hätte jemand Diamanten auf der Wasseroberfläche ausgeschüttet. Eine leichte Brise weht darüber, kräuselt die glatte Fläche. Sanft streicht sie über das dichte Schilfrohr, das sich raschelnd hin und her wiegt. Eine Handvoll Boote schlafen an den Stegen des kleinen Hafenbeckens vertäut vor sich hin. Im Dickicht streiten ein paar Wasservögel miteinander. Ansonsten ist es absolut ruhig in diesem versteckten Paradies am Ende der Insel.

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Auch für Insulaner ist dieser Ort ein echter Geheimtipp

Den meisten ist der schöne Naturhafen von Krummin mit seinem maritimen Flair und den schicken Hausbooten ein Begriff. Selbst den niedlichen Fischerhafen des Nachbardörfchens Neeberg ist Gästen wie Insulaner noch bekannt. Doch diesen kleinen Hafen an der Krumminer Wiek genau zwischen diesen beiden, der eher nach einer Ausbuchtung denn nach einem richtigen Hafen aussieht, kennen sogar viele Usedomer nicht. Ganz versteckt im kleinen Örtchen Neeberg liegt er am Ende einer kleinen Stichstraße umgeben von Schilf und einer Bungalowsiedlung.

Naturhafen wurde in den 70er-Jahren ausgebaut

Die Bungalowsiedlung entstand zu DDR-Zeiten östlich der alten Neeberger Dorflage. In den 1970er-Jahren wurde die winzige Aushöhlung in der Krumminer Wiek für die Bewohner der Bungalowsiedlung zu einem kleinen Naturhafen ausgebaut. Doch erst der Garten- und Landschaftsbauer Stefan Wulff aus Zinnowitz, der in der Siedlung selbst einen Bungalow besitzt, hat mit seiner Gartenbaufirma das Hafenbecken sowie den kleinen Zufahrtskanal ins Achterwasser ausgehoben und das Gelände landschaftlich schön angelegt.

Es lohnt sich, hier einen Zwischenstopp einzulegen

Bis auf ein paar freie Plätze für Kurzzeitgäste ist das Festmachen und Liegen hier nur den Mitgliedern der Bungalowsiedlung vorbehalten. Eine Gastronomie direkt am Hafen gibt es nicht. Dennoch lohnt sich auf einer Wanderung oder einer Radtour ein Zwischenstopp an diesem idyllischen Ort. Denn es gibt einen kleinen Spielplatz und mit der Stefanshöhe einen Mini-Hügel, von dem aus man die gesamte Krumminer Wiek überblicken kann. Einfach auf die Bank setzen und den Ausblick genießen. Die Welt wird dabei plötzlich zur Nebensächlichkeit.

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Usedoms verborgene sechste Seebrücke

Ein echtes Highlight hat der Mini-Hafen „Krumminer Wiek“ auch zu bieten. Die Ausfahrt des Hafens wird rechter Hand flankiert von einem hölzernen Steg, an dessen Ende man getrost ins flache Achterwasser hinuntersteigen kann. „Von Koserow“ nennt sich dieser kleine Holzsteg, der bis ans Ende des Schilfgürtels reicht. Der Name kommt nicht von ungefähr. Als Ende 2019 die Koserower Seebrücke abgerissen wurde, haben sich die Mitglieder der Bungalowsiedlung die alten Planken gesichert und hier an der Krumminer Wiek wieder zu einer kleinen Seebrücke zusammengebaut. Wenn man so will, hat Usedom seitdem sechs, statt wie bislang in offiziellen Reiseführern aufgezählt fünf Seebrücken.

Gerade bei Sonnenuntergang wird es auf der kleinen Bank auf dem „Gipfel“ der Stefanshöhe oder auf einem lauschig angelegten Plätzchen mit zwei Bänken mitten im Schilf romantisch. Denn direkt über der Bucht neigt sich die Sonne in unzähligen Rot- und Orangetönen ihrem Untergang entgegen. Ein perfekter Abschluss für einen Usedom-Entdeckertag

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