Auf Usedom
Erste illegale Polenböller an Grenze beschlagnahmt

Drei Wochen vor dem Jahreswechsel hat die Bundespolizei illegal aus Polen eingeführte Böller beschlagnahmt. (Archivbild)
Drei Wochen vor dem Jahreswechsel hat die Bundespolizei illegal aus Polen eingeführte Böller beschlagnahmt. (Archivbild)
Bodo Marks

Silvester naht und die Ersten decken sich mit Feuerwerk und Böllern ein. An der deutsch-polnischen Grenze wurde nun eine 35-Jährige mit illegalen Böllern erwischt.

Drei Wochen vor dem Jahreswechsel hat die Bundespolizei illegal aus Polen eingeführte Böller beschlagnahmt. Wie eine Polizeisprecherin am Montag in Pasewalk (Vorpommern-Greifswald) sagte, hatte eine Autofahrerin 40 „Polenböller” in ihrem Wagen, als sie am Samstag von der Insel Usedom auf das Festland wollte. Die 35-Jährige aus Schleswig-Holstein musste ohne ihren „Einkauf für Silvester” weiterfahren und sehe sich Ermittlungen wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ausgesetzt.

Die Bundespolizeiinspektion Pasewalk warnte in dem Zusammenhang davor, nicht in Deutschland zugelassene Feuerwerks- und Knallkörper einzuführen. Diese seien äußerst gefährlich. Die mangelhafte Verarbeitung und der verwendete Industriesprengstoff führten immer wieder zu lebensbedrohlichen Verletzungen. Feuerwerkskörper sollte auch in der EU immer mit einer Registriernummer und dem CE-Prüfzeichen versehen sein.

Noch bis zum Ende der aktuellen Klimakonferenz in Polen kontrolliert auch der polnische Grenzschutz derzeit intensiver als sonst. Betroffen sind auf der Insel Usedom Übergänge am Seebad Ahlbeck und in Garz nach Swinemünde. Dazu gibt es Kontrollen in Zügen und an Straßen in Hintersee, Blankensee, Ladenthin und Linken.