WELTKRIEGS-MUNITION

Gefährlicher Waldbrand im Sperrgebiet auf Usedom

Ein Feuer im Wald bei Peenemünde hält die Freiwilligen Feuerwehren auf Usedom in Atem. Weil im Boden noch Munitionsreste vermutet werden, konnten die Einsatzkräfte zunächst nicht eingreifen.
Carsten Schönebeck Carsten Schönebeck
Wegen der Gefahrenstufe wurde zunächst beratschlagt, welche Rettungskräfte das Sperrgebiet betreten sollen.
Wegen der Gefahrenstufe wurde zunächst beratschlagt, welche Rettungskräfte das Sperrgebiet betreten sollen. Tilo Wallrodt
Peenemünde.

Die Forstämter warnen seit Wochen mit hohen Warnstufen – auf Usedom ist am Mittwochnachmittag ein Feuer in einem Waldstück ausgebrochen. Das Feuer woge zwischen den beiden Gemeinden Karlshagen und Peenemünde in der Höhe des Parkplatzes Kienheide, erklärte Anke Radlof vom Landratsamt Vorpommern-Greifswald.

Bundeswehr hinzugezogen

Im Waldstück westlich der Landesstraße, wo der Brand ausgebrochen ist, werden allerdings noch Munitionsreste aus Zeiten des Zweiten Weltkrieges vermutet. Der Bereich ist deshalb als Sperrgebiet klassifiziert, die Einstzkräfte der Feuerwehr konnten deshalb bislang nicht eingreifen. Derzeit werde beratschlagt, ob die Bundeswehr oder eine Berufsfeuerwehr die Löscharbeiten übernehme, so Radlof.

Lage entspannt sich leicht

Aus dem Landratsamt hieß es gegen 15.30 Uhr, dass Löscharbeiten begonnen haben. "Inzwischen wissen wir, dass das Gebiet in die Kategorie III fällt. Das heißt, die Munitionsreste liegen sehr tief im Boden", so anke Radlof. Daher hätten nun doch die Freiwilligen Feuerwehren den Einsatz übernommen. Sorgen bereite allerdings der auffrischende Wind, der den Brand weiter anfache.

Dieser Artikel wurde am Nachmittag des 26. Juni 2019 mehrfach aktualisiert.

Auch in Lübtheen war diese Woche ein Brand in munitionsbelastetem Gebiet ausgebrochen, der bislang noch nicht gelöscht ist und bei dem am Mittwoch sogar eine Evakuierung von Anwohnern für möglich gehalten wurde. In Brandenburg hatte es diese Woche ebenfalls mehrere Waldbrände gegeben.

 

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