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Messerangriff auf Heringsdorfer Eisbahn

Die Eisbahn kann dieses Jahr womöglich nicht genutzt werden.
Die Eisbahn kann dieses Jahr womöglich nicht genutzt werden.
Marcel Piper - usedom-fotografie.de

Rund 100 000 Euro Sachschaden und möglicherweise ein Winter ohne Eisbahn: Was Unbekannte in Heringsdorf verursacht haben, macht wirklich sprachlos. Für Hinweise zu den Tätern wurde sogar eine Belohnung ausgesetzt.

Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mehrere Gummileitungen der Heringsdorfer Eislaufbahn zerstört. Die Rohre waren bereits für die alljährliche Eisbahn an der Promenade auf einer Fläche von 30 mal 60 Meter ausgelegt und mit mehr als 1500 Liter Kühlflüssigkeit gefüllt. Der Schaden beläuft sich ersten Schätzungen nach auf über 100 000 Euro.

Die Kühlflüssigkeit trat an einigen Schnittstellen auf den mit Sand bedeckten Asphalt aus, wodurch sie bereits gebunden wurde und nun durch die Feuerwehr entsorgt werden muss. Gefahren für das Grundwasser bestehen nach ersten Angaben somit nicht.

Laut Polizeisprecher Axel Falkenberg konnten der oder die Täter das Gummi nur mittels eines speziellen Messers zerschneiden. An einigen Stellen blieb es auch nur beim Anritzen ohne Flüssigkeitsaustritt. Die Ermittler prüfen auch, ob die Tat stumpfer Vandalismus oder gezielte Sabotage war.

Die Polizei hofft außerdem auf Hinweise von Anwohnern oder Passanten, die an der Eislaufbahn verdächtige Personen gesehen haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können. Sie sollen sich unter Tel. 038378 2790 melden. Die Gemeinde Heringsdorf hat außerdem angekündigt, 500 Euro Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ausloben zu wollen.