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Riesige Mücken-Schwärme auf Usedom identifiziert

Zahlreiche Mücken sind auf Usedom durch die Luft gesirrt und haben den Straßenverkehr teilweise beeinträchtigt. Ein Forscher der Uni Rostock erklärt, um was für Tiere es sich handelte.
Zahlreiche Zuckmücken flogen am Sonntag auf Usedom umher.
Zahlreiche Zuckmücken flogen am Sonntag auf Usedom umher. privat
Einige Autos fuhren in die Zuckmückenschwärme auf Usedom.
Einige Autos fuhren in die Zuckmückenschwärme auf Usedom. privat
Zirchow ·

Autofahrer haben am Sonntag auf Usedom ein besonderes Naturphänomen erlebt. Bei Zirchow flogen riesige Insektenschwärme durch die Luft. Einige Autos fuhren durch einen hindurch und konnten durch die zahllosen toten Tiere kaum noch etwas sehen. Augenzeugen berichteten, die Tiere seien gestreift gewesen und hätten wie Tigermücken ausgesehen. Doch welche Insekten waren es wirklich?

Ein Rostocker Wissenschaftler gibt Entwarnung. „Zuckmücken-Schwärme sind völlig normale Naturphänomene. Hierfür war das gestrige Wetter ideal”, sagt Dr. Joachim Schmidt. Er lehrt an dem Zoologischen Institut der Universität Rostock. Zuckmücken seien unglaublich wichtige Bestandteile unserer Gewässer-Ökosysteme, so Schmidt weiter.

Tanz der Mücken stärker bei bestimmten Wetterphänomenen

Zuckmücken werden zwischen zwei und 14 Millimetern groß, die meisten Arten ernähren sich von Nektar und Honigtau. Zum Anlocken der Weibchen bilden die Männchen laut Nabu oft riesige auf- und niederwogende Tanzschwärme, die aus Millionen Tieren der gleichen Art bestehen. Zuckmücken würden daher auch gerne Tanzmücken oder Schwarmmücken genannt.

Bei warmen, windstillen Wetter könnten einige Arten große Flughöhen erreichen. Bestimmte Wetterphänomene wie etwa plötzliche Temperatursprünge oder Gewitterluft könnten schlagartig einen Massenschlupf bestimmter Arten auslösen, so dass manchmal Uferzonen, aber eben auch am Ufer liegende Gemeinden und Städte in Wolken von schwärmenden Mücken eingehüllt seien.

„Existenz von Restnatur neben der Straße”

Dr. Schmidts Nachricht für die Autofahrer vom Sonntag: „Sie waren in ein Naturschauspiel verstrickt, was Sie so vielleicht noch nicht erlebt hatten, aber was ihnen die Existenz von Restnatur neben der Straße vor Augen geführt hat.” Mit den Zuckmücken stünden solche im Zentrum, die für die ökologische Funktionsfähigkeit unserer Gewässer fundamental und für uns Menschen daher eine echte Lebensgrundlage seien.

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Kommentare (6)

Einfach die Straßen sperren und die Polizei kontrolliert alle Mücken und alle müssen MV verlassen und dürfen nicht mehr rein wie bei den bösen Touristen .

Einfach mal dämliche Kommentare und haltlose sein lassen und das Wetter geniessen

halten Sie sich dran!

Ich bin nicht so blöd und vergleiche Touris mit Mücken!

Warum nicht ! Wer hätte mal gedacht das Touristen in Deutschland von der Polizei gesucht werden!

Erhaltet die Restnatur.